Studienkonten Modell Mühsal

Mit dem Studienkonten preschten Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vor. Ihr Konzept dürfte aber in anderen Bundesländern scheitern - die Lebenszeit werde "auch nicht in Semesterwochenstunden, sondern in Jahren gemessen", höhnte Niedersachsens Wissenschaftsminister Thomas Oppermann schon.



Das von den SPD-regierten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz geplante Studienkonten-Modell wird sich bundesweit nicht durchsetzen lassen. Mit den Zeitkonten wollen die beiden Ländern sicherstellen, dass Studieren grundsätzlich gebührenfrei bleibt, Langzeitstudenten aber zahlen müssen.

Bayerns Wissenschaftsminister Hans Zehetmair (CSU) hält das Verfahren, das die Studiendauer jedes Studenten in Semesterwochenstunden umrechnet, jedoch für "zu kompliziert".

Der Stuttgarter Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) begrüßt zwar, dass damit auch von SPD-Ländern "die Berechtigung von Studiengebühren prinzipiell anerkannt wurde". Gleichzeitig hält jedoch auch er das Modell für "untauglich, weil die Studienkontenführung einen ungeuren Aufwand an Kontrolle und Verwaltung mit sich bringen würde". In Baden-Württemberg müssen Langzeitstrudenten ab dem 14. Semester 1000 Mark pro Halbjahr zahlen.

Selbst aus der SPD kommt Kritik. Niedersachsens Wissenschaftsminister Thomas Oppermann, der sich am Baden-Württemberger Modell ausrichten will, bemängelt: "Nur eine Orientierung an der Semesterzahl kann die Studienzeit verkürzen. Schließlich wird die Lebenszeit auch nicht in Semesterwochenstunden, sondern in Jahren gemessen."

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