Studentin des Monats Stephanie Gola behandelt kranke Hunde von Obdachlosen

Schnelle Hilfe in der Not: Viele obdachlose oder suchtkranke Menschen haben Hunde, doch kein Geld für den Tierarzt. Eine Gruppe von Studenten aus Leipzig behandelt die verletzten oder erkrankten Tiere - kostenlos.
Stephanie Gola mit Hündin Cookie: Die Tiermedizin-Studentin behandelt kostenlos Hunde von Obdachlosen und Suchtkranken

Stephanie Gola mit Hündin Cookie: Die Tiermedizin-Studentin behandelt kostenlos Hunde von Obdachlosen und Suchtkranken

Foto: Charlotte Sattler/ UNI SPIEGEL

Wenn Hunde husten oder Hüftschmerzen haben, kann das teuer werden. Nicht jedes Herrchen oder Frauchen ist versichert und kann es sich leisten, den treuen Freund von einem Mediziner behandeln zu lassen.

Stephanie Gola, 24, Studentin der Tiermedizin, betreibt daher gemeinsam mit Kommilitonen den Verein Bunter Hund Leipzig . Er ist immer dann zur Stelle, wenn das Tier eines Obdachlosen oder eines anderen bedürftigen Menschen erkrankt oder verletzt wird.

Je einmal pro Woche stellen sechs Leipziger Tierarztpraxen dafür ihre Räume zur Verfügung. Damit nichts schiefgeht, schauen die erfahrenen Mediziner dem Nachwuchs bei der Behandlung über die Schulter - so profitieren nicht nur die klammen Tierbesitzer vom Bunten Hund, sondern auch die Jungmediziner.

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Besondere Studenten: Wir sind hier die Guten

Foto: Henning Ross / UNI SPIEGEL

Medikamente finanziert der Verein durch Spenden sowie die Beiträge seiner derzeit etwa 180 Mitglieder, die mit 25 Euro im Jahr dabei sind. Das Geld wird dringend gebraucht, denn die Studenten verarzten bis zu zehn tierische Patienten pro Sprechstunde, meistens Hunde.

Die Termine, die Gola und ihre Kommilitonen anbieten, sind Wochen im Voraus ausgebucht - was deutlich zeige, wie wichtig die Arbeit sei. Trotzdem habe der Verein auch Kritiker, sagt Gola: "Manche sagen, wir würden Menschen helfen, die erst mal sich selber helfen müssten, bevor sie sich ein Tier anschaffen." Ein Argument, das sie sogar ein bisschen verstehe. Andererseits gebe gerade ein Hund einem Obdachlosen "unglaublichen Halt" und, indem er zum Beispiel gefüttert und bewegt werden müsse, eine Aufgabe.

Ohne ihre Vierbeiner, da sind sich viele Mitglieder des Bunten Hunds sicher, würden manche vermutlich komplett die Freude am Leben verlieren - und noch tiefer abstürzen.

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Ausgabe 3/2015

WG-Horror
Warum das Zusammenleben oft so schwer ist

Diesmal mit Geschichten über das unstete Leben einer Entwicklungshelferin, über das Bundesland mit besonders zufriedenen Studenten und über einen Studenten, der gegen Hundekacke kämpft. Wollt ihr das Heft nach Hause bekommen?Abo-Angebote für StundentenDen UNI SPIEGEL gibt es kostenlos an den meisten Hochschulen.UNI SPIEGEL 3/2015: Heft-Download