Uni-Chaos 2011 Uni, privat - Dr. Dr. von Kohlen und Reibach

Die Rechnung, bitte: Privat-Unis als Alternative
Corbis

Die Rechnung, bitte: Privat-Unis als Alternative


Eine private Hochschule kommt sicher nicht für jeden in Betracht, aber natürlich sind die vermeintlichen Luxus-Bildungsinseln eine Alternative, wenn man dem Chaos an den öffentlichen Unis entgehen will. Der Karriere-Turbo ist durch das Alumni-Netzwerk und Wirtschaftskontakte dabei meist schon mit eingebaut. Zur Auswahl stehen zehn private Universitäten und neunzig weitere staatlich anerkannte private Hochschulen. Und die werden langsam immer beliebter.

Knapp 100.000 "Privatiers" studierten bereits im Wintersemester 2009/2010 an den 100 Privathochschulen in Deutschland. Ein Anteil von 4,5 Prozent der deutschen Studentenschaft. Im Jahr 2000 waren es noch 1,4 Prozent.

Auch wenn die privaten Hochschulen ihren Elitestatus herunterspielen, wo sie können, bleiben die Kosten für den Eintritt in den erlauchten Kreis eine soziale Selektionshürde. Am besten, man erfüllt mindestens eine der folgenden Voraussetzungen: reiche Eltern, gut dotiertes Stipendium, Lottogewinn oder andere Vermögensquelle - oder: keine Angst vor einer privaten Schuldenkrise.

Beim Klassiker der Privathochschulen, der Universität Witten/Herdecke, zahlt der solvente Student dann beispielsweise 800 Euro monatlich für ein Zahnmedizinstudium oder insgesamt knapp 20.000 Euro für einen Bachelor in Philosophie und Kulturreflexion. Aber auch für weniger Begüterte zeigt sich die Uni offen. Sie können auch nach dem Studium zahlen, wenn sie in Lohn und Brot stehen. Über zehn Jahre gehen dann monatlich 16 Prozent des Einkommens an die Alma Mater in Witten.

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