Uni-Chaos 2011 Zwei Semester in einem - Für Eile fehlt euch die Zeit

Forschungsreaktor an der TU München: Neu-Studenten sollen an der Uni Tempo machen
dapd

Forschungsreaktor an der TU München: Neu-Studenten sollen an der Uni Tempo machen


Die TU München hat sich etwas Besonderes ausgedacht für den neuen Schüleransturm durch das Doppel-Abi. Da Bayern ein totales Chaos an den Hochschulen verhindern wollte, schrieben die G9-Schüler, die noch 13 Jahre bis zum Abitur pauken mussten, bereits im März und April ihre Abiturprüfungen. Zugleich wurde der Beginn des Sommersemesters an den bayerischen Hochschulen in den Mai hinausgeschoben. Die G9-Schüler konnten sich also quasi direkt nach der mündlichen Prüfung an der Uni einschreiben.

Und den besonders guten von ihnen machte die TU München ein Angebot: two in one. Wer es bis Ende September schafft, den Stoff von zwei Semestern zu lernen, darf im Herbst gleich ins dritte Semester springen - und muss sich nicht mehr in die Proseminare quetschen, in die zum Wintersemester dann alle drängen. 2700 Abiturienten haben sich für diesen Schnelldurchgang beworben, 1800 wurden aufgenommen.

Wie viele von den Turbo-Studenten das Pensum schaffen werden, ist offen. Die Uni selbst würde sich schon freuen, wenn sie die Hälfte von ihnen ins dritte Semester durchschieben könnte.

Für die Studenten ist es aber kein Beinbruch, wenn sie am Ende des Power-Semesters nicht alle Prüfungen schaffen. Schließlich kostet das Schnellsemester keine Studiengebühren, und selbst wenn sie keine einzige Prüfung schaffen, können sie im Wintersemester einfach von vorn anfangen. Sie können das Sommersemester 2011 dann als - ziemlich anstrengendes - Orientierungssemester verbuchen.

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