Uni-Ranking Deutsche Fachhochschulen schneiden weltweit sehr gut ab

In der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft nehmen deutsche Fachhochschulen eine herausragende Position ein. In einem internationalen Vergleich belegen sie die ersten drei Plätze.

Fachhochschule München
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Fachhochschule München


Deutsche Fachhochschulen arbeiten exzellent mit Unternehmen ihrer Region zusammen. Das ist ein Ergebnis des internationalen Hochschulrankings "U-Multirank". In der neuen Rangliste nehmen die Fachhochschulen Reutlingen, Nürnberg und München die ersten drei Plätze in puncto Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Wirtschaft ein.

Die dritte Ausgabe von "U-Multirank" zeigt die sehr unterschiedlichen Stärken und Schwächen von Universitäten, Fachhochschulen und privaten Hochschulen im globalen Maßstab. Mehr als 1300 Hochschulen aus über 90 Ländern wurden nach zehn Indikatoren untersucht und bewertet - von der Betreuungsrelation für Studium und Lehre bis zum Anteil besonders häufig zitierter Publikationen. Eine Rangliste der besten Universitäten der Welt findet sich - etwa im Gegensatz zur Studie des Fachmagazins "Times Higher Education" - in dieser Untersuchung nicht.

Immerhin zu den weltweit besten 25 Hochschulen bei Auslandsaufenthalten und studentischer Mobilität zählen vier deutsche Privatinstitute: die WHU Otto Beisheim School of Management (Vallendar bei Koblenz), die Munich Business School (München), die EBS Universität für Wirtschaft und Recht (Wiesbaden) und die BiTS Business and Information Technology School (Iserlohn/Westfalen).

In der Forschung dominieren weiterhin US-Hochschulen wie Harvard, Stanford oder Princeton. Unter den 25 Hochschulen mit den meisten Forschungspublikationen sind zwölf aus den USA, fünf aus Asien, zwei kanadische sowie eine aus Brasilien - sowie fünf europäische, jedoch keine deutsche. "Die Rolle von Hochschulen als globale "Exzellenz-Zentren" manifestiert sich in vielen Dimensionen, nicht nur bezüglich Forschung, sondern auch bezogen auf Studium und Lehre, Wissenstransfer, Internationalisierung und regionalem Engagement", lautet das Fazit des der Bertelsmann Stiftung angegliederten CHE. Das CHE entwickelt mit anderen Organisationen das "U-Multirank".

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insgesamt 29 Beiträge
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kfp 05.04.2016
1. Armutszeugnis
Naja, wenn man sich die Studie mal anschaut, dann sieht es ja nicht so berauschend für die dt. Forschung aus: http://www.che.de/downloads/UMR_top_25performers_2016_1979.pdf Zusammengefasst kann man sagen: Deutsche Forscher können: - mit der Industrie zusammenarbeiten (an 3 FHs zumindest) - internationale Studenten anziehen bzw. eigene Studenten ins Ausland schicken (in 4 Fällen) Deutsche Forscher können nicht: - publizieren (Anzahl der Publikationen) - publizieren (meist-zitierte Publikationen) - interdisziplinär zusammenarbeiten (außer einer Ausnahme auf Platz 17) - Patente erarbeiten - berufliche Weiterbildung anbieten - mit Forschern in anderen Ländern zusammenarbeiten - mit Forschern aus derselben Region zusammenarbeiten Beim Verhältnis Studenten zu Lehrpersonal gibt es immerhin zwei Institute, die auf internationalem Niveau mithalten können...
Rubyconacer 05.04.2016
2.
Es kann sich dann nicht um ein Uni-Ranking handeln, da dort Universitäten verglichen werden.
RudiRastlos2 05.04.2016
3.
Zitat von RubyconacerEs kann sich dann nicht um ein Uni-Ranking handeln, da dort Universitäten verglichen werden.
Fachhochschule = University of Applied Science
smartphone 05.04.2016
4. Sehr verdächtig
gerade die Präsenz der Privatunis ist doch auffallend Die deutsche Forschung ist u.a deswegen "im Keller", weil mittlererweile ein Managertypus durch die HRs regiert, die gerade serh gute Ingenieure durch "Raster" fallen läßt ... Das Paradebeispiel ist BMW , wo ca 80% der sog Forschungsarbeiten von na was wohl - richtig , Praktikanten erledigt werden . Man holt also sich gar keine innovatibven Ingenieure in die Firma - höchstens auf Zeit -und das ist der Killer für jedwede Karriere.... Das heißt , der größte Fehler hierzulande ist ,daß man soagr noch eine Stufe tiefer geht mit den sog Dualingeniereuren ..:Wenn man mal überlegt ,daß der Qaulitätsindex ( EDUC ) eines Th Ings bei >350 , ein UniIng ca 300 , ein FH INg bei 180 , ein Bachelor bei ca 100 und ein DualIng bei < 100 liegt ---- ist alles gesagt ....Wenn sich also mittlererweile eine Fachakadmie wie Mosbach als "Hochschule" verkaufen will....brauchen wir uns doch nihct zu wundern ,wenn schon ein Hr Oettinger erkennt ,wie innovationsarm D ist ( klaro die guten Ings sind entweder ausgewandert , haben sich resigniert zurückgezogen oder sind längst auf Hartz4 )
plietsch 05.04.2016
5.
Zitat von RubyconacerEs kann sich dann nicht um ein Uni-Ranking handeln, da dort Universitäten verglichen werden.
Eine informelle, ungeschützte englische Bezeichnung ändert nicht den Hochschultypen. An der YouTube University, die auf die "Schule des Lebens" folgt, können Sie auch nicht promovieren.
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