Emma Watson bei der Uno "Eine gute Universität ist wie eine Utopie"

Als Uno-Botschafterin setzt sich Emma Watson für Frauenrechte ein. Nun hielt sie eine Rede vor den Vereinten Nationen - und rief darin Unis auf, Frauen stärker zu fördern.

Emma Watson auf der Uno-Generalversammlung
AP

Emma Watson auf der Uno-Generalversammlung


"Die Sicherheit von Frauen und Minderheiten ist ein Recht - kein Privileg!", sagte Emma Watson am Dienstag in ihrer Rede vor den Vereinten Nationen. Damit holte sich die Schauspielerin, die sich als Uno-Botschafterin für Frauenrechte und Gleichstellung engagiert, wieder einmal Sympathiepunkte bei ihren Fans ab.

"Wir brauchen mehr Promis wie sie", schrieb eine Userin auf Twitter:

Die Uno-Generalversammlung tagte zum 71. Mal in New York, als Watson sich im schwarzen Rollkragenpullover hinter das Rednerpult stellte. Die 26-Jährige wirbt für die "HeForShe"-Kampagne der Uno, die sich für Gleichstellung von Männern und Frauen einsetzt. Bei deren Start Ende 2014 hielt Watson bereits eine Rede vor den Vereinten Nationen - und inspirierte damit Menschen weltweit.

Am Dienstag forderte sie Universitäten auf, mehr Frauen zu ermöglichen, in Führungspositionen an den Hochschulen aufzusteigen. Watson stellte Ziele der "HeForShe"-Kampagne für mehr Gleichstellung an amerikanischen Universitäten vor. Zehn internationale Universitäten werden darin besonders hervorgehoben. Mit eigenen Programmen wollen sie demnach aktiv Gender-Ungleichheiten bekämpfen.

"Universitäten sollten Orte der Zuflucht sein, die sich gegen jegliche Form der Gewalt einsetzen", sagte Watson. Sie selbst habe vor vier Jahren ihren Abschluss an der Brown University in Rhode Island gemacht. "Meine Erfahrungen an der Uni haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin."

Es sei wichtig, dass Universitäten ihren Studenten ein Gefühl der Gleichberechtigung und Sicherheit vermittelten und sich gegen sexuelle Gewalt einsetzten, sagte Watson. Denn dann würden Studenten die Hochschulen auch mit diesem Gefühl verlassen - und es auf ihr späteres Leben übertragen.

"Eine gute Universität ist wie eine Utopie, ein Idealbild - ein Miniatur-Modell davon, wie die ganze Gesellschaft aussehen könnte", sagte Watson laut einer Mitteilung der Vereinten Nationen.

kry



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
akkzent 22.09.2016
1. Nein, Frau Watson
... dass Universitäten ihren Studenten ein Gefühl der Gleichberechtigung und Sicherheit vermittelten und sich gegen sexuelle Gewalt einsetzten ... ist nicht gerade die dringlichste Forderung, wenn es um den dringend notwendigen Kampf für selbstverständliche Rechte der Frauen geht. Nichts gegen solche Ansätze. Aber auf welchem Planeten lebt denn diese Frau. Solange Frauen z.B. beschnitten und in Burkas gesteckt werden, sind solche Ansinnen von reichen Amerikanerinnen schon beinah zynisch.
schniggeldi 22.09.2016
2.
Zitat von akkzent... dass Universitäten ihren Studenten ein Gefühl der Gleichberechtigung und Sicherheit vermittelten und sich gegen sexuelle Gewalt einsetzten ... ist nicht gerade die dringlichste Forderung, wenn es um den dringend notwendigen Kampf für selbstverständliche Rechte der Frauen geht. Nichts gegen solche Ansätze. Aber auf welchem Planeten lebt denn diese Frau. Solange Frauen z.B. beschnitten und in Burkas gesteckt werden, sind solche Ansinnen von reichen Amerikanerinnen schon beinah zynisch.
Die Dame ist Britin...
Olaf 22.09.2016
3. Hermine muss es ja wissen
Also nicht wie Hogwards?
jhea 23.09.2016
4. Emma Watson...
ob die was sagt oder ein Sack Reis umfällt. Srsly... Frauen werden ohnehin schon am meisten gefördert an unis, da muss nicht noch mehr. Beispiel. Damit genug Diversität an der Uni herrscht, haben da einige für ihre STEM kurse gesagt ok 50/50 soll das Verhältnis sein. jetzt bewerbens ich auf den Chemiekurs dann 100 Männer, und 50 Frauen. Also werden 50 Männer genommen und alle Frauen - erste Frage, ist das fair? aber es geht weiter. Den guten Damen gefällt das Chemiestudium nicht unbedingt. 45 brechen ab. Jetzt sind nur noch 45 im Kurs (weil 10 Männer auch abbrachen) und zack - der Kurs ist unterbesetzt und im nächsten jahr gibt es halt keinen Chemiekurs mehr. So geschehen an einigen Unis in den USA und UK. Aber dann wird sich darüber beschwert dass es zu wenig Frauen im STEM-Feld gibt. Frauen gehören zur priviligiertesten Gruppe Mensch auf diesem Planeten, seit des den Menschen überhaupt gibt (also in den westlichen ländern... in einigen sind sie ja noch Eigentum, aber dafür kämpfen... nein dafür hat Emma keine Zeit :)) derzeit ist es doch auch eher so, dass mehr Frauen die Hochschulreife erwerben und auch mehr Frauen einen Hochschulabschluss machen als Männer. Es ist derzeit eher so, dass Männer eine Förderung bedürfen statt Frauen. Aber wie üblich ist das natürlich nur alles teil des Patriarchats
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.