Weltweites Hochschulranking Das sind die besten deutschen Universitäten

Platz eins im globalen Hochschulranking hält Oxford, gefolgt vom Caltech in Kalifornien. Die beste deutsche Uni schafft es auf Platz 32 - und eine legt einen erstaunlichen Sprung nach oben hin.
Von Danielle Dörsing
Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität in München

Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität in München

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Andreas Gebert/ DPA

Lehre, Forschung und Kontakte zur Industrie: In diesen Punkten haben sich deutsche Universitäten laut den Autoren des weltweiten "Times Higher Education"-Rankings  ('THE') im vergangenen Jahr verbessert. Ganz oben stehen - wie jedes Jahr - Unis aus Großbritannien und den USA.

Auf Platz eins hält sich die Oxford University. Auf Platz zwei findet sich dieses Jahr das California Institute for Technology. Die LMU München ist mit Platz 32 weiterhin deutscher Spitzenreiter. Danach folgen die Technische Universität München auf Platz 43 sowie die Uni Heidelberg, die von Platz 47 auf 44 aufsteigt.

Deutschland ist erneut das dritthäufigst vertretende Land in den Top 200. Besonders bemerkenswert ist laut dem Ranking die Uni Bielefeld, die von Platz 250 einen Sprung auf Platz 166 gemacht hat.

Umstrittene Liste

Einmal jährlich stellt das Fachmagazin das Universitätsranking auf und kürt die besten Universitäten weltweit. Das Ranking ist jedoch umstritten: Den Machern wird vorgeworfen, dass sie sowieso schon extrem gut geförderte Hochschulen belohnen würden.

Des Weiteren, so die Kritik, begünstigten sie solche Unis, die sich besser auf die Indikatoren eingestellt haben, die im Ranking berücksichtigt werden. Bewertet werden unter anderem Forschung und Lehre, Zitationen in den Werken anderer Wissenschaftler, Internationalität sowie die Drittmittel, die die Universitäten von Unternehmen einwerben.

Gutes Feedback der Autoren

Insgesamt 48 deutsche Hochschulen sind unter den besten 600 vertreten, 23 davon in den Top 200: "Es ist ein positives Zeichen für Deutschland, dass so viele seiner Institute in den Top 200 des diesjährigen Rankings stehen, insbesondere im Bezug auf den internationalen Wettbewerb", erklärt Phil Baty, der Sprecher des Hochschulrankings.

Blick auf Gebäude der Universität Bielefeld: Der 1969 gegründete Campus hat über 24.000 Studierende

Blick auf Gebäude der Universität Bielefeld: Der 1969 gegründete Campus hat über 24.000 Studierende

Foto: Friso Gentsch/ picture alliance/ DPA

Er ist sich mit seiner Kollegin Ellie Bothwell einig, dass die internationalen Aussichten deutscher Universitäten im Vergleich mit Großbritannien immer noch nicht optimal sind, hier könnte der Brexit Abhilfe schaffen: "Wenn das Vereinigte Königreich keinen Zugang mehr zu Forschungsgeldern der Europäischen Union hat, könnte Deutschland diesbezüglich gewinnen. Möglicherweise fällt es Deutschland auch leichter, europäische Studenten und Wissenschaftler für sich zu gewinnen, die nach dem Brexit möglicherweise vom Studium oder der Arbeit an Universitäten in Großbritannien abgehalten werden", erklärt Bothwell.

Insgesamt scheinen Hochschulrankings jedoch wenig zu beeinflussen, für welche Hochschule sich Studienanwärter entscheiden. Laut einer repräsentativen Studie der University of Applied Sciences Europe waren lediglich für acht Prozent der befragten Studierenden die Platzierung der Wunsch-Uni ein ausschlaggebendes Kriterium bei der Hochschulwahl.

Im Hochschulranking sind 92 Länder vertreten, neu dazugekommen sind dieses Jahr unter anderem Kuba, Malta, Puerto Rico und Vietnam. China schnitt mit den Universitäten aus Tsinghua (Platz 23) und Peking (Platz 24) erneut gut ab.

Viele asiatische Universitäten holen laut Baty immer weiter auf: "Es ist seit Langem klar, dass die Schwellenländer Asiens eine immer stärkere Rolle in der globalen Elite der Hochschulbildung spielen werden."

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieser Meldung hieß es, die beste deutsche Universität liege auf Platz 23, es ist jedoch Platz 32.