Wildwest-Schnellkurs Zum echten Cowboy in fünf Tagen

Yeeehaa! Aus Grünschnäbeln macht eine nordaustralische Uni flink Cowboys. Till Hein absolvierte den Kompaktkurs auf der Rinderfarm: Reiten, Zaun bauen, Kängurusteak braten - und dann steckte der Stadtmensch bis zur Schulter in einer schwangeren Kuh. Ein Selbstversuch.

Mein Kumpel Stefan ist ein mutiger Mann. Fast so cool wie Old Shatterhand. Er hat Wüsten durchquert, als Reporter illegale Diamantenschürfer im Dschungel besucht, sich in Kabul mit Kalaschnikows bedrohen lassen. Nichts bringt ihn aus der Ruhe. Außer die australische Wildnis. "Ich hab da so eine Einladung bekommen", druckste er neulich in unserer Stammkneipe herum, "ein Cowboykurs in Nordaustralien. Hm." Ich schwieg einfühlsam. "Ehrlich gesagt hab ich’s ja nicht so mit Pferden", murmelte Stefan nach einer Weile. "Magst du da vielleicht hinfahren?"

Glücklich nickte ich ihm zu. Im Herzen war ich schon immer ein Cowboy! Ich liebe Winnetou-Filme und die Songs von Johnny Cash. Okay, ich bin Brillenträger, und mit Pferden kenn ich mich nicht so aus. Aber als Kind bin ich mal geritten. Auf einem Elefanten, im Basler Zoo. "Reiten ist wie Radfahren", dachte ich, "so etwas verlernt man nie wieder." Im Übrigen sind Pferde ja viel kleiner und zarter als Elefanten. Wird schon schiefgehen.

Bald darauf saß ich im Flieger nach Australien. Und wieder ein paar Tage später kommt mir das alles vor wie aus einem anderen Leben. Ich fühle mich hier auf der Trainingsfarm zu Hause, als sei ich im Sattel geboren.

Und dann reiten wir wieder durch die Prärie. Oder durch das Buschland, wie man in Nordaustralien sagt: karge Sträucher, vergilbtes Gras und hin und wieder ein Termitenhügel. Die Sonne steht hoch am Himmel. Die Hufe klappern auf dem harten, ausgedörrten Boden. Es riecht nach Pferd und Menschenschweiß. Über unseren Köpfen kreisen schwarze Kakadus.

Ein Schuss, ein Schrei, das war Karl May

Ich lehne mich im Sattel weit zurück, wie ich es bei Tony, unserem Lehrer, beobachtet habe. Stütze die rechte Hand lässig in die Hüfte, in der linken halte ich die Zügel. "Yippee-yi-ya, yippy-yi-yo", summe ich vor mich hin. Bis vor drei Tagen kannte ich Pferde nur aus Karl-May-Geschichten. Jetzt bin ich ein Cowboy!

Okay, eigentlich bin ich noch immer ein Greenhorn. In diesem Kompaktkurs will ich das Handwerk erlernen. Gemeinsam mit sechs jungen Frauen aus Europa und Australien. Sie sehen zum Verlieben aus. Nur vielleicht etwas zart für die Wildnis. "Ob die nicht besser nach Ibiza gefahren wären?", dachte ich. Aber schon bald reiten die Mädels wie der Teufel. Ich muss alles geben.

Ich bin ein Stadtmensch. Meine Wildnis ist Berlin-Kreuzberg. Statt mit Rindern und Pferden schlage ich mich mit der Computermaus herum. Und statt Rodeo zu reiten, spiele ich Tischtennis. Doch unsere Cowboylehrer Tony und Terence, Experten vom Rural Campus der nordaustralischen Charles Darwin Universität, scheinen an mein Talent zu glauben.

Tony ist Anfang 30 und ein drahtiger Typ. Er hat helle Haut, ein markantes Kinn und rote Haare. Terence, sein Assistent, ist Aborigine, etwa gleich alt wie Tony und ein Riese. Seine Haut ist tiefschwarz. Die beiden sehen verwegen wie Westernhelden aus.

Unsere Trainingsfarm steht ein paar Meilen nördlich des Städtchens Katherine, irgendwo im Nirgendwo des Northern Territory: "Die Hölle von Katherine" denke ich nach den ersten paar Stunden Stallausmisten. Denn die Ausbildung ist knochenhart. Gleich am ersten Tag auf der Farm lernen wir unsere Pferde kennen. Meines ist ein Schimmel. Er heißt Bear – und ist auch riesig und furchterregend wie ein Grizzlybär.

Rechts abbiegen = links drücken. Weiß das Pferd das auch?

In meinen neuen Cowboystiefeln schwinge ich mich todesmutig in den Sattel. Ich fühle mich wacklig wie auf Stelzen. Zum Glück bewegt Bear sich so langsam, als sei er eben erst aus dem Winterschlaf erwacht. "Wenn ich nach rechts abbiegen will, muss ich mit dem Fuß in die linke Flanke des Pferdes drücken und die Zügel nach rechts zerren", erklärt Tony. Und umgekehrt. Komplizierter als Skifahren. Damit der Hengst stoppt, soll ich kräftig an den Zügeln ziehen und "Buuuhhhh!" rufen.

Plötzlich beschleunigt Bear das Tempo. Wie ein Känguru hopse ich auf seinem Rücken auf und ab. "Absätze nach unten drücken!", ruft Terence. Mein Herz rast, die Zähne klappern. "Buuuhhhh!", brülle ich, "buuhh, buhhh, buhhhhh!" und reiße verzweifelt an den Zügeln. Endlich hält der Hengst an. "Gar nicht schlecht", lobt mich Tony, als der Abend dämmert. Bear sei manchmal eben etwas "albern".

Die Cowboykurse der Charles Darwin Universität sind nicht nur etwas für Leute wie mich, die für fünf Tage ein Kontrastprogramm zum beschaulichen Alltag in der Heimat suchen. Das Ziel: Die Absolventen sollen hinterher fit genug sein, um sich wochenweise als Cowboy oder Cowgirl auf australischen Rinderfarmen zu verdingen. Online-Datenbanken zur Stellenvermittlung wurden bereits eingerichtet. Scheint Nachwuchsprobleme zu geben in dieser Branche.

"Es ist ein heftiger Job", sagt unser Lehrer später am Lagerfeuer. "Aber wir werden euch alles beibringen." Er schenkt uns eine Cowboy-Fibel. Wie man das Alter von Pferden und Rindern am Gebiss abliest, ist darin etwa beschrieben. Und weiter hinten finden sich Erste-Hilfe-Techniken bei Schock, Knochenbrüchen, Fleischwunden, Spinnenbissen. Unter anderem wird die Mund-zu-Mund-Beatmung erklärt.

Wir lernen in der Tat alles in diesem Kurs. Außer Lassowerfen. Das mit dem Lasso sei nämlich eine Marotte der nordamerikanischen Cowboys. "Die haben dort noch etwas andere Vorstellungen", sagt Tony mit seinem verschmitzten Grinsen. Und es wird deutlich, dass er eigentlich meint: "Ganz schön rückständig, diese Amis."

Zu Besuch in der Kuh: "Prima. Du hast den Kopf."


Nächste Lektion: Zäune bauen. Zuerst müssen wir Stahlpfeiler in den Boden rammen. Nicht mit einem Vorschlaghammer, sondern mit einer "Dolly". Dieses Werkzeug sieht wie eine Amphore aus und ist bleischwer. Man stülpt es über den Pfeiler, hebt es leicht an und wuchtet es nach unten. Der Vorteil: Mit einer Dolly haut man sich nie auf den Daumen.

Anfänger-Kolonne: "Wir werden euch alles beibringen"

Anfänger-Kolonne: "Wir werden euch alles beibringen"

Foto: Tourism Northern Territory

Anschließend sollen wir Stacheldraht um die Pfeiler spannen. Und zwar "völlig symmetrisch", betont Tony: Schon an den Zäunen erkennen Experten wie er nämlich, ob eine Viehstation seriös geführt werde. Der Zaun sei gleichsam "die Visitenkarte des Cowboys".

Tony verwendet zwei verschiedene Sorten Stacheldraht. Der dünnere lässt sich kaum biegen, den dickeren kann ich überhaupt nicht formen. Zum Glück stellen sich die Mädels geschickter an. Nicht nur Amanda I aus Katherine und Amanda II aus Sydney, die gleichsam Heimvorteil genießen. Auch Irene aus München und Tina aus Thüringen wickeln den Stahldornendraht um die Pfeiler, als sei es ein Haargummi. Was ich mir gemerkt habe: Wenn man ein Stück Stacheldraht mit der Zange abzwickt, muss man beide Enden schön festhalten – sonst schnalzt der Draht zurück. Im Zweifelsfall in mein Gesicht.

Für heute Nachmittag steht eine romantische Kanufahrt auf dem Katherine River im Plan. Aber Tony ändert das Programm. Stattdessen wartet nun "ein unvergessliches Erlebnis" auf uns: "Schwangerschaftstest". Wie bitte? "Schwangerschaftstest bei Kühen", präzisiert der Cowboylehrer.

Unvergesslich: Schwangerschaftstest bei Kühen

Mehr als tausend Tiere gehören zu dieser Viehstation. Die beigen Rinder erinnern an Zebus aus der Sahelzone und haben einen spitzen Höcker im Nacken. Vielleicht sieht man den aber auch nur so gut, weil die Tiere so wenig Fleisch auf den Knochen haben. Zu Fuß treiben wir Dutzende Rinder mit Stöcken in ein von Metallschranken begrenztes Laufgitter, wo sie untersucht werden sollen. Sie werden nervös. Eine Kuh senkt den Kopf und rennt auf uns zu – wie beim Stierkampf. Gerade noch rechtzeitig können wir uns über ein Gatter retten.

"Warum, zum Teufel, verwenden wir nicht einfach ein Lasso?", frage ich Tony während einer Verschnaufpause. "Wie die Cowboys in Nordamerika."

Unser Lehrer grinst. Mit federnden Schritten geht er auf ein junges Rind zu. Mit beiden Händen packt er es am Schwanz und reißt das vor Schreck aufbrüllende Tier auf die Seite zu Boden, hält es mit seinem Körpergewicht fest. Blitzschnell fesselt sein Assistent Terence die Beine des Rinds mit dem Ledergürtel. "Seht ihr?", sagt Tony. "Am Schwanz kontrollieren ist einfacher."

Endlich sind die Rinder eingepfercht. Ein älterer Cowboy hält Plastikhandschuhe bereit. Er träufelt Öl als Gleitmittel drauf, dann darf ich eine Kuh von innen kennenlernen: Ich soll meine Hand in ihr Rektum einführen, erklärt der Cowboy, im 45-Grad-Winkel, schräg Richtung Bauchdecke.

"Die Fingerspitzen der rechten Hand aneinander legen und einen 'Entenschnabel' formen", doziert er. "Und jetzt drücken." Bald ist meine Hand im Hintern der Kuh verschwunden. Tiefer und tiefer rutscht sie in den glitschigen Tunnel. Flüssigwarmer Dung bahnt sich – an meinem Arm vorbei – seinen Weg nach draußen. Ich atme nur noch durch den Mund.

Der Hintern der Kuh verschluckt meinen Ellenbogen, dann den ganzen Arm. Doch was ist das? Mit den Fingerspitzen kann ich eine Kugel ertasten. Klein wie ein Tischtennisball. Ist das der Embryo? Der alte Cowboy schüttelt den Kopf. "Plazenta", sagt er knapp. Zwei Handbreit weiter vorne erspüre ich eine Art Billardkugel. "Prima", sagt er. "Du hast den Kopf."

Who the f# is Winnetou?

Als der dicke Hintern der Kuh meinen Arm schließlich wieder ausspuckt, bin ich schweißgebadet. "Nicht übel", sagt Tony, "aber zu langsam: Ein guter Cowboy testet 60 Kühe pro Stunde."

In Nordaustralien heißen Cowboys und Cowgirls offiziell "Jackeroos" und "Jillaroos", erzählt unser Lehrer später am Lagerfeuer. Und sie lassen sich gerne von der modernen Technik helfen: Weil der Boden so karg ist, brauchen ihre Tiere nämlich riesige Weidegründe. Es gibt Farmen, deren Ländereien so groß sind wie Belgien. Und manche Rinder legen auf der Suche nach Wasser täglich mehr als zehn Kilometer zurück.

Viele Cowboys treiben ihre Tiere daher nicht mehr auf dem Rücken von Pferden zusammen. Sondern heizen auf Quads hinter ihnen her, eine Art Motorrad mit vier Rädern. So ein Gefährt macht Lärm wie ein Formel-1-Wagen. Gas gibt man mit dem Daumen, eigenartig. Und überhaupt: Ich wollte in diesem Kurs doch reiten lernen wie Winnetou und Old Shatterhand und nicht Rennfahrer werden!

"Winnetou?", fragt Amanda aus Katherine. "Was ist das?" Die Helden meiner Kindheit kennt hier in Nordaustralien offensichtlich kein Mensch.

Jetzt rasen wir durchs Buschland. Heller Sand dringt mir in Augen, Ohren, Nase, Mund. Gas geben kann ich schon ganz gut. Nur das Schalten und der Rückwärtsgang machen mir Sorgen. Oft sind die anderen schon hinter sieben Termitenhügeln verschwunden, wenn meine Kiste wieder anspringt.

"Känguru muss immer ein wenig blutig sein, sonst kannst du gleich Leder essen"


Wir hoppeln über Buckelpisten, springen über Schanzen. Beim Slalom-Fahren um dürre Büsche werde ich beinahe aus der Kurve geschleudert. Und sogar Gewässer sind für Quads kein Hindernis. Michelle mit den langen braunen Locken, die Talentierteste von uns, braust wie immer voraus, bahnt sich ihren Weg durch den Tümpel. Auf halbem Weg bleibt sie stecken.

Fluchend lässt Michelle die Maschine auf Hochtouren laufen. Der Motor heult auf, Dreck spritzt meterhoch, die Räder graben sich immer tiefer in den Morast. Doch das schlammverschmierte, schlanke Nachwuchs-Cowgirl kommt keinen Zentimeter vom Fleck. Tony hinterher waten wir durchs seichte Wasser, um ihr zu helfen. Wir sinken mit den Cowboystiefeln im sumpfigen Boden ein, schieben mit aller Kraft. Endlich ist der Quad geborgen.

Zur Feier des Tages organisiert Tony ein Grillfest am Lagerfeuer. Er und Terence braten auf einem riesigen Grill Zwiebeln und bergeweise Fleisch an. Nordaustralische Cowboys ernähren sich am liebsten von Steaks. In der Regel Rindersteak, manchmal auch vom Känguru. Der Trick: "Känguru muss immer ein wenig blutig sein", erklärt Terence, "sonst kannst du gleich Leder essen." Perfekt zubereitetes Kängurusteak hingegen macht süchtig. Und dazu gibt es eimerweise australisches Bier.

Lieber von Schlange gebissen oder vom Krokodil gefressen?

Überraschung: Heute dürfen wir unter freiem Himmel übernachten. In Swags. Eine australische Besonderheit. Olivgrüne Riesenschlafsäcke mit integrierter Schaumstoffmatratze. "Wieso kein Zelt?", fragt Tina aus Thüringen, mit 18 Jahren unsere Jüngste, besorgt. "Ist doch Trockenzeit", beruhigt uns Tony. Im August habe es hier zum letzten Mal 1991 geregnet.

Unruhig wälze ich mich im Swag hin und her: Von den 25 giftigsten Schlangen der Welt leben 21 in Australien. Und dann die Krokodile: die "Saltys" und die "Freshys", die Salz- und die Süßwasserkrokodile. Zum Glück ist unser Schlafplatz weit weg vom Wasser. Mitten im Buschland, während der Trockenzeit. Um drei Uhr früh schrecke ich aus dem Schlaf hoch. Ich liege mitten in einer Pfütze. Es schüttet!

Das Finale des Lehrgangs: Selbständig dürfen wir eine Rinderherde von einer Weide zur Viehstation zurücktreiben. Nach der traditionellen Methode, ohne Quad. Es ist eine große Herde mit fast 60 Jungtieren. Wie nach Lehrbuch reiten wir auf die Tiere zu und kreisen sie ein. Ich gehöre zur Nachhut. Die Rinder stürmen bald weit voraus. Doch als sie schließlich sicher auf der heimatlichen Weide sind, bin ich so stolz, als hätte ich den Job ganz alleine erledigt.

Spät abends bekommen wir die Diplome überreicht und stoßen mit schwarzem Cowboy-Kaffee an. Jetzt sind wir richtige Jackeroos und Jillaroos! Akademisch geprüft. Manchmal dachte ich, es war ein Fehler, ohne Vorkenntnisse an diesem Lehrgang teilzunehmen. Doch jetzt, wo alles bald vorbei ist, sehe ich die Hölle von Katherine nur noch im besten Licht.

Und noch ein letzter gemeinsamer Ausritt. Wie ein Feuerball steht die Sonne hoch am Himmel. Es riecht nach Pferd und nach Menschenschweiß. Über unseren Köpfen kreisen schwarze Kakadus.

Berliner vom Bär attackiert

Fast so cool wie Tony und Terence lehne ich mich im Sattel zurück, die rechte Hand locker in der Hüfte, in der linken die Zügel. Entspannt wiege ich mich im Rhythmus von Bears Schritten. Yeeehaa! Es ist ein gutes Gefühl, ein Cowboy zu sein.

Doch plötzlich rastet der Hengst aus. Wie vom Krokodil gebissen rennt er los, wirft den Kopf hin und her. "Buuhh!", brülle ich, "buuhhhhh!" und reiß ihn am Zügel nach hinten. "Zeig ihm den Meister!", ruft Tony. Doch Bear springt nur immer höher in die Luft, schüttelt sich, krümmt sich, buckelt. Ich verliere das Gleichgewicht, stürze, versuche den Aufprall durch einen Purzelbaum abzufedern. Dennoch krache ich auf die Hüfte und kann mich vor Schmerzen kaum mehr aufrappeln. Bear wiehert triumphierend.

Die letzten Kilometer zurück zur Trainingsfarm muss ich mich in einem Jeep chauffieren lassen. Und beim Abschiedsessen – blutiges Rindersteak mit blutigem Rindersteak – machen alle Witze über mich: "Wow, unser Berliner wurde vom Bär attackiert." Ich lächle gequält. "Immerhin hast du dich gut abgerollt", sagt Michelle, unsere Klassenbeste, schließlich und klopft mir anerkennend auf die Schulter.

Schlagartig fühle ich mich besser. Ein echter Cowboy kennt eben keinen Schmerz. Mein Kumpel Stefan wird stolz auf mich sein!

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