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26. November 2013, 11:15 Uhr

Studienanfänger

Mehr als eine halbe Million Erstsemester eingeschrieben

Mehr als eine halbe Million Erstsemester haben 2013 ein Studium begonnen. Etwas mehr als im Vorjahr, aber deutlich weniger als im Rekordjahr 2011. Die Statistiker erwarten, dass der Zenit bei den Einschreibungen erreicht ist.

Das Semester ist schon einige Wochen alt, doch jetzt gibt es offizielle Angaben über die Zahl der Studienanfänger. Nach einem Rückgang im vergangenen Jahr ist deren Anzahl wieder gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt begannen im Studienjahr 2013 zwei Prozent mehr Erstsemester ein Studium an einer deutschen Hochschule als 2012. Nach vorläufigen Ergebnissen gab es im laufenden Jahr 506.600 Erstsemester.

Das waren zwar wieder mehr Studienanfänger als 2012, als 495.000 Menschen ihr Studium aufnahmen. Allerdings lag die Zahl 2013 deutlich unter der des Rekordjahres 2011. Damals nahmen 518.700 Studenten ihr Studium auf.

In Hessen und Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der Erstsemester aufgrund des Doppelabiturjahrgangs 2013 mit zehn beziehungsweise acht Prozent besonders stark an. Auch in Bayern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen stieg die Zahl der Studienanfänger.

In allen anderen Bundesländern sank die Zahl der Erstsemester, in Brandenburg mit 15 Prozent außergewöhnlich stark. Dies ist in dem östlichen Bundesland zumindest teilweise auf den doppelten Abiturjahrgang im Vorjahr zurückzuführen. Jedoch schrieben sich auch in ostdeutschen Ländern, in denen im Vorjahr nur ein Jahrgang Abitur gemacht hatte, weniger Erstsemester ein. In Thüringen fiel ihre Zahl um fünf, in Sachsen-Anhalt um vier und in Sachsen um drei Prozent.

Deutliche Steigerungen bei den Erstsemesterzahlen erwarten die Statistiker auch in der Zukunft nicht mehr. Sie gehen davon aus, dass sich die Einschreibungen bei etwa einer halben Million jährlich einpendeln werden.

ade/dpa

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