Zitat des Tages Und bringt bitte Briketts mit

In Baden-Württemberg denken manche Unis daran, die Einnahmen aus Studiengebühren durch den Kamin zu pusten. Verheizen kommt nicht in Frage, sagt ein SPD-Politiker - und hat eine seltsame Vision, was den Studenten noch alles blühen könnte.


Jede Menge Kohle: Ab sofort heizen die Studenten
DPA

Jede Menge Kohle: Ab sofort heizen die Studenten

"Nachdem sich an etlichen Universitäten die Boykottfront von Studierenden gegen die Studiengebühren formiert hatte, hat Frankenberg eine dicke Lippe riskiert und mit der Exmatrikula-tion gedroht. Zum Verheizen der Studiengebühren aber hat dieser Minister bisher tapfer geschwiegen. (...) Wenn das so weitergeht, müssen die Studierenden demnächst auch noch Kohlebriketts zum Heizen der Hörsäle mitbringen."

Martin Rivoir, Hochschulexperte der SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, zu den bizarren Ideen einiger Universitäten, mit den Extra-Einnahmen aus Studiengebühren allerlei Löcher zu stopfen - und sie zum Beispiel für die Heizkosten auszugeben. Rivoir hält das für ein "Armutszeugnis" und fordert, Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) müsse klare Konsequenzen ziehen.

Wie andere Bundesländer hat auch Baden-Württemberg stets versprochen, dass die Studiengebühren ausschließlich für die Verbesserung der Lehre verwendet werden sollen. Viele Unis haben sich noch nicht festgelegt, was sie mit dem Geld anfangen wollen. Auch das kritisiert Rivoir: "Beim Kassieren sind sie fix, zur Verwendung aber sagen sie nix."



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