Zitate des Tages Kaffeeklatsch mit Karin

Und ewig grüßt der Pisa-Schock: Deutschlands Kultusministern liegt das schlechte Abschneiden offenbar noch schwer im Magen. Hessens Ministerin Karin Wolff jedenfalls wischte die Ergebnisse einer ergänzenden Pisa-Untersuchung schnell vom Tisch.


Karin Wolff: Ist über die schlechten Noten für Deutschland nicht amüsiert
DPA

Karin Wolff: Ist über die schlechten Noten für Deutschland nicht amüsiert

"Für Deutschland ist das, was heute vorgestellt wurde, kalter Kaffee neu aufgewärmt."

Karin Wolff (CDU), derzeit Präsidentin der Kultusministerkonferenz, am Dienstag zu einer neuen Auswertung der Pisa-Schulstudie. Die OECD und die Unesco hatten Testdaten aus elf weiteren Ländern vorgelegt und Deutschland ein schlechtes Zeugnis ausgestellt, vor allem bei der Förderung von Kindern aus sozial schwachen und aus Ausländerfamilien. Dabei werden die miserablen deutschen Werte nur noch von Polen, Bulgarien und Israel übertroffen.

"Wir stehen in Deutschland vor einer großen Bildungsreform, die wir nur gemeinsam mit Bund, Ländern, Eltern, Schülern, Lehrern und allen anderen für Schule und Bildung Verantwortlichen werden schultern können. Wir müssen auf die frühe Förderung unserer Kinder setzen und uns nicht längerder Einsicht verschließen, dass es besser ist, Schüler länger als bisher gemeinsam zu unterrichten."

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) zur Notwendigkeit, zügig auf das Pisa-Fiasko zu reagieren. Ihrer Ansicht nach werden Begabung und Fähigkeiten von Schülern häufig "verschenkt"; soziale Herkunft dürfe nicht länger über die Bildungschancen entscheiden.




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