Zitate des Tages Liebling, ich habe die Unis geschrumpft

Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU) will allen Studenten "Verwaltungsgebühren", Langzeitstudenten außerdem 500 Euro pro Semester aufbrummen. Studentenvertreter werfen ihm vor, "Strafsteuern auf Bildung" zu erheben.


Schwerer Start als Wissenschaftsminister: Thomas Goppel
DPA

Schwerer Start als Wissenschaftsminister: Thomas Goppel

"Die Tabaksteuer soll den Tabakkonsum senken, die Okosteuer den Benzinverbrauch. Falls die Staatsregierung die Zahl der Studierenden senken möchte, dann ist sie auf dem richtigen Weg. Wo allerdings der volkswirtschaftliche und gesellschaftspolitische Sinn einer weiteren Senkung der Akademikerzahlen liegt, das bleibt wohl Herrn Goppels Geheimnis."

Björn Klotzbücher, Studentenvertreter an der TU München, zu den bayerischen Gebührenplänen, die das Kabinett am Dienstag beschlossen hat: Ab kommendem Winteresemester sollen Studenten "Verwaltungsgebühren" von 50 Euro pro Semester zahlen, ein Jahr später dann auch Langzeitgebühren von 500 Euro.

"Von Studiengebühren erwerte ich mir eine größere Eigendynamik, mehr Beteiligung und mehr Mitsprache der Studierenden, die ihrerseits aktiv qualitätvolle Lehre einfordern."

Wissenschaftsminister Thomas Goppel verteidigte die Einführung von Studiengebühren, gegen die sich sein Vorgänger Hans Zehetmair (CSU) noch strikt gewehrt hatte.

"Anstatt mit uns Pläne über die Lehre in der Zukunft zu entwickeln, kommt Herr Goppel nur mit weiteren verstaubten Konzepten, die ein sinnvolles Studieren weiter erschweren, neue Bürokratie einführen und den Studierenden das letzte Geld aus der Tasche ziehen sollen."

Florian Friesdorf, Vorsitzender des Fachschaftsrates an der Technischen Universität München.




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