Kalifornien Amazon testet Drohnenlieferung in US-Stadt

Bewohner von Lockeford können sich bald für Gratislieferungen registrieren: In einem Ort an der US-Westküste will Amazon den Warentransport per Drohne erproben. Die Reichweite der Flugobjekte ist bemerkenswert.
Mini-Drohne von Amazon (Archivbild)

Mini-Drohne von Amazon (Archivbild)

Foto: Amazon/ dpa

Den Plan gibt es seit Jahren – doch nun wird Amazon konkret. Der US-Onlinehändler will in einer Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien mit der Paketlieferung per Drohne beginnen.

»Später in diesem Jahr« könnten sich die Einwohner der Stadt Lockeford »für eine kostenlose Lieferung per Drohne anmelden«, erklärte der Konzern am Montag. Das Unternehmen wartet noch auf die endgültige Genehmigung der Behörden für den Praxistest. Lockeford hat rund 3500 Einwohner und liegt etwa 160 Kilometer östlich von San Francisco.

Amazon will den Kunden in Kalifornien die Drohnenlieferung für »Tausende Produkte des täglichen Bedarfs« anbieten. Die speziell entwickelten Amazon-Drohnen sollen Pakete von der Größe eines »großen Schuhkartons« und mit einem Gewicht von bis zu 2,5 Kilogramm liefern können. Ihre Reichweite liege bei 24 Kilometern, hieß es.

Die Drohnen sollen dank empfindlicher Sensoren sowohl festen als auch beweglichen Hindernissen automatisch ausweichen können. Angeboten wird der Service unter dem Label Prime Air, angelehnt an das Amazon-Prime-Liefermodell.

Auch andere Firmen experimentieren mit der Technik

Amazon zieht mit seiner Ankündigung dem Einzelhändler Walmart nach, der bis Ende des Jahres an 34 Standorten in sechs US-Bundesstaaten Drohnen-Lieferungen anbieten will. Der Service ist allerdings kostenpflichtig, dafür dürfen Pakete bis zu 4,5 Kilogramm wiegen. Walmart arbeitet dabei mit dem Startup DroneUp zusammen. Auch FedEx hat mit der Erprobung des Lieferkonzepts per Luft begonnen.

Amazon tüftelt schon seit einigen Jahren an der Drohnentechnik, Prototypen wurden bereits im Jahr 2013 präsentiert. Bis zur Serienreife – und zum Erhalt aller nötigen Genehmigungen – war und ist es allerdings noch ein langer Weg. Die vollautomatische und vollelektrische Drohne soll zunächst testweise kleine Haushaltswaren wie Zahnpasta oder Rasierer liefern.

jok/AFP
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