Spionagesoftware Pegasus Apple veröffentlicht Update gegen Sicherheitslücke auf iPhone und iPad

Unter anderem iPhones und iPads sind Experten zufolge anfällig für eine kritische Sicherheitslücke. Nun hat Apple reagiert und ein Softwareupdate bereitgestellt.
Apple-Logo (Archivbild)

Apple-Logo (Archivbild)

Foto:

Matthias Schrader / AP

Apple hat eine Sicherheitslücke geschlossen, über die nach Erkenntnissen von Experten Nachrichten auf iPhones und anderen Geräten des Unternehmens ausgespäht werden können. Forscher der Organisation Citizen Lab stießen auf die Schwachstelle nach eigenen Angaben bei der Analyse des Telefons eines saudi-arabischen Aktivisten. Das Gerät sei mit der Überwachungssoftware Pegasus der israelischen Firma NSO infiziert gewesen, berichtete Citizen Lab am Montag.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Apple veröffentlichte am Montag Softwareupdates für iPhones und iPads, die die Sicherheitslücke schließen sollen. Damit der Schutz greift, müssen die Aktualisierungen von den Nutzerinnen und Nutzern installiert werden. Die Schwachstelle wurde nach Einschätzung von Citizen Lab  mindestens seit Februar 2021 ausgenutzt. Die Organisation wies Apple nach eigenen Angaben vergangene Woche auf die Sicherheitslücke hin.

Bei der Sicherheitslücke handelt es sich um einen sogenannten Zero-Day-Exploit: So werden Schwachstellen genannt, die weder dem Anbieter der Software noch der Öffentlichkeit bekannt sind und deshalb heimlich genutzt werden können. Sie werden unter anderem auch von Geheimdiensten gezielt gesucht und für Überwachungsmaßnahmen eingesetzt.

Apple zufolge kann die Schwachstelle mithilfe einer präparierten PDF-Datei ausgenutzt werden.

Die israelische Firma NSO war zuletzt Mitte Juli in die Kritik geraten. Ein internationales Journalistenkonsortium berichtete, dass mit der Pegasus-Software auch Oppositionelle und Reporter ausgespäht worden seien. Damals hieß es, dass auf 37 Smartphones von Journalisten, Menschenrechtlern, deren Familienangehörigen sowie Geschäftsleuten Spuren erfolgreicher oder versuchter Angriffe entdeckt worden seien. NSO entgegnete wie bereits zu früheren ähnlichen Vorwürfen, Pegasus werde »ausschließlich an Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste von geprüften Regierungen verkauft, mit dem alleinigen Ziel, durch Verhinderung von Verbrechen und Terrorakten Menschenleben zu retten«.

aar/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.