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19. April 2014, 16:44 Uhr

Ungeheuerliche Entdeckung auf Apple Maps

Nessie ist zurück

Für seinen Kartendienst musste Apple viel Kritik einstecken. Doch jetzt ist der Beweis vollbracht, dass das Maps-Programm fürs iPhone oder iPad einen riesigen Vorteil gegenüber der Konkurrenz hat: Man kann damit das Monster von Loch Ness sehen.

Natürlich ist es Nessie. Jeder, der ein iPhone oder iPad mit einer jüngeren Version von Apple Maps besitzt, kann das legendäre Monster sehen. Einfach in die Suchfunktion "Loch Ness, Inverness, Scotland" eintippen, den nördlichen Zipfel des Sees etwas größer ziehen - und schon erscheint es: Riesiger Körper und zwei mächtige Flossen, so treibt das Ungeheuer durchs Wasser.

Wer sich nun darüber den Kopf zerbricht, ob es sich dabei doch nur um einen seltsam geformten Schatten, eine Kräuselung im Wasser oder die Spur eines Schiffs oder Motorbootes handelt: Keine Sorge, diese Zweifel sind bereits ausgeräumt. Gary Campbell, Vorsitzender des Offiziellen Loch Ness Monster Fan Clubs, hat die Sache geprüft. Es handle sich mit aller Wahrscheinlichkeit wirklich um das Ungeheuer, sagte er der britischen Zeitung "Daily Mail".

Sechs Monate hätten er und seine Fanclub-Kollegen die Bilder untersucht, mit Schiffsexperten gesprochen und andere Erklärungsversuche abgewogen. Der Dank des Fanclubs gebührt nun zwei Männern, die laut "Daily Mail" unabhängig voneinander auf das verdächtige Satellitenbild gestoßen sind und die Hinweise an Campbell schickten. Ein gewisser Andrew Dixon aus Carlington wird mit den Worten zitiert, er habe nur zufällig einen Blick mit Apple Maps auf den Loch Ness geworfen und sei plötzlich auf das Monster gestoßen.

Die schlimmsten Befürchtungen sind widerlegt

Die Entdeckung lässt alle Nessie-Gläubigen aufatmen. Noch im Februar vermeldete die britische BBC, dass zum ersten Mal seit 1925 über einen Zeitraum von mehr als 18 Monaten keine Sichtung des Ungeheuers gemacht wurde. "Wir wissen nicht, wo es geblieben ist", sagte damals ein trauriger Gary Campbell der BBC. Mit dem sensationellen Fund auf Apple Maps ist nun eindeutig bewiesen, dass das Monster lebt.

Gleichzeitig feiert Apple mit der Meldung einen grandiosen Marketingerfolg. Groß war die Häme, als der Kartendienst des IT-Unternehmens vor zwei Jahren einen desaströsen Start hinlegte. Damals tauchten Flugplätze auf, wo gar keine sind, dafür war plötzlich die Freiheitsstatue von New York verschwunden. Die Schmach war vollkommen, als Apple-Chef Tim Cook seinen Kunden empfahl, die Karten vom Konkurrenten Google Maps zu nutzen.

Das ist in diesem Fall anders: Nessie zeigt sich exklusiv bei Apple.

cst

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