Streaming-Dienst Apple Music jetzt auch auf Android verfügbar

Wie bei der Vorstellung des Dienstes angekündigt, hat Apple seinen Musikdienst jetzt auch Android-Usern zugänglich gemacht. Komplett nutzbar ist das Angebot damit allerdings noch nicht.
Apple Music auf Android: Neue Kundschaft für den iPhone-Konzern

Apple Music auf Android: Neue Kundschaft für den iPhone-Konzern

Foto: SPIEGEL ONLINE

Gut vier Monate nach der Einführung des Angebots auf Apple-Geräten, macht der kalifornische Konzern seinen Streaming-Musikdienst auch für Nutzer des Google-Betriebssystems Android verfügbar. Wie im Juni angekündigt, veröffentlichte das Unternehmen am Dienstagabend eine entsprechende Android-App auf Googles Download-Plattform Play Store.

Es handelt sich dabei allerdings zunächst noch um eine Beta-Version, die noch nicht alle Funktionen enthält. So müssen Android-User vorerst beispielsweise noch auf Musikvideos verzichten. Genau wie Apple-Anwender haben sie aber die Möglichkeit, den Dienst zunächst drei Monate lang kostenlos auszuprobieren. Wer das Angebot nach dem Ablauf dieser Testphase weiternutzen will, muss einen monatliche Abogebühr von 9,99 Euro zahlen.

Die Verfügbarkeit auf Android kann für Apple ein wichtiger Faktor sein, um mehr Nutzer für sein neues Musikangebot zu gewinnen. Googles Android-Betriebssystem hat bei Smartphones einen Marktanteil von rund 80 Prozent. Laut Google wurden im September 2015 1,4 Milliarden Android-Geräte aktiv genutzt. Mit der Veröffentlichung von Apple Music für Android erschließt sich Apple also einen potenziell sehr großen Nutzerkreis.

Nach Ablauf der dreimonatigen Probezeit für die ersten Nutzer seines Musikdienstes meldete Apple 6,5 Millionen zahlende Abo-Kunden. Damit sprang der iPhone-Konzern aus dem Stand auf den zweiten Platz in dem Geschäft mit Musik-Streaming. Der schwedische Marktführer Spotify liegt mit seinen rund 20 Millionen Abo-Kunden weit davor.

Apple bietet Dienste meist vor allem mit Blick auf Nutzer der hauseigenen Geräte an, aber es gab bereits einige Ausnahmen. So bekam die Download-Plattform iTunes erst richtig Schwung, als der Konzern sie 2003 auch für Windows-PC verfügbar machte. Das war allerdings, bevor sich Apple vor allem mit dem iPhone einen großen eigenen Kundenstamm von Hunderten Millionen Nutzern aufgebaut hatte.

mak/dpa
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