Bezahlen per Telefon Sparkassen führen Apple Pay ein

Nach langem Zögern bieten die Sparkassen und andere deutsche Banken jetzt den mobilen Zahldienst Apple Pay an. Mehr als 50 Millionen Menschen können den Dienst ab sofort nutzen. Viele Nutzer bleiben aber skeptisch.
Eine digitale Sparkassen-Kreditkarte auf einem iPhone. Im kommenden Jahr sollen auch Girokarten mit Apple Pay nutzbar sein

Eine digitale Sparkassen-Kreditkarte auf einem iPhone. Im kommenden Jahr sollen auch Girokarten mit Apple Pay nutzbar sein

Foto: Christoph Dernbach/dpa

Ein Jahr nach dem Start von Apple Pay in Deutschland haben jetzt auch 371 von insgesamt 379 deutschen Sparkassen den digitalen Bezahldienst eingeführt. Rund 50 Millionen Kunden können den Dienst damit nutzen. Als weitere Kreditinstitute kamen auch Commerzbank , Norisbank und die LBBW hinzu.

Zunächst können Kunden Apple Pay nur mit von den Banken ausgegebenen Kreditkarten und Debitkarten verwenden. Eine Lösung für die in Deutschland viel genutzte Girocard, die viele Verbraucher noch unter dem alten Markennamen EC-Karte kennen, ist noch in Arbeit. Sie soll im kommenden Jahr eingeführt werden, sagte Apple-Pay-Chefin Jennifer Bailey.

Per Apple Pay kann man mit einem iPhone oder einer Apple Watch an der Ladenkasse wie mit einer kontaktlosen Karte bezahlen. Ein Doppeltipp auf die Einschalttaste der Geräte startet den Bezahlmodus, gezahlt wird, indem man Smartphone oder Smartwatch an das Kartenlesegerät des Händlers hält.

Außerdem kann das Bezahlverfahren im Web genutzt werden. Dabei gibt man die Transaktionen über die iPhone-Gesichtserkennung Face ID oder den Fingerabdruck-Scanner der MacBooks frei.

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An der Kasse mit dem Handy zahlen: So richtet man Apple Pay ein

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Vor einem Jahr hatten die Sparkassen noch zurückhaltend auf Apple Pay reagiert. Doch bei der Deutschen Bank, die damals schon mit dem Tech-Konzern zusammenarbeitete, konnte man hören, die Erwartungen seien deutlich übertroffen worden.

Viele Bankkunden bleiben jedoch skeptisch. Bei der repräsentativen Innofact-Umfrage des Vergleichsportals Verivox sagte gut ein Drittel der Befragten (35 Prozent): "Ich glaube, es ist nicht sicher."

mak/dpa
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