Tipps für Clubhouse und Videokonferenzen So klingen Sie gut

Ob Zoom-Anruf oder Clubhouse-Chat, man hört die anderen, aber nie sich selbst. Dabei könnte die eigene Stimme die gruseligste im Raum sein. Mit diesen Tipps können Sie das vermeiden.
Foto: Volker Weber

Wer in Audio-Konferenzen gut rüberkommen will, muss eine volle, kräftige Stimme haben, die Emotionen transportieren kann. Dem steht manchmal die Technik im Weg. In einem Clubhouse-Raum merkt man das schnell, weil man nur Stimmen hört, ohne von Bildern abgelenkt zu werden.

Das liegt vor allem an den beliebten Bluetooth-Kopfhörern, die fantastisch Musik wiedergeben und Nebengeräusche unterdrücken können, aber kaum zum Telefonieren taugen. Apples AirPods, die meistverkauften Kopfhörer weltweit , klingen ein wenig so, als ob man durch ein Rohr spricht. Dabei hat der iPhone-Nutzer sein bestes Werkzeug bereits in der Hand: Wer direkt ins iPhone spricht, klingt ohne Ausnahme besser als mit seinen Kopfhörern.

Aktuelle iPhones haben drei Mikrofone. Die Stimme wird von dem links vom Lightning-Anschluss gelegenen Mikrofon aufgenommen, das man beim Telefonieren gerne mal mit dem kleinen Finger der rechten Hand abdeckt. Das Mikrofon in der Nähe der Kameralinsen nimmt die Umgebungsgeräusche auf und zieht sie vom Signal der Stimme ab. Ein drittes Mikrofon im Grill über dem Display horcht beim Telefonieren ins Ohr, um den Klang zu korrigieren. Durch ihr Zusammenspiel erzeugen diese drei Mikrofone einen besseren Klang als die AirPods.

Vorsicht vor dem »Popp«

Wer sein iPhone nicht ständig vor sich hertragen will, hat eine weitere Geheimwaffe, die oft achtlos weggelegt wird. Bis zu den aktuellen iPhones der Serie 12  hat Apple stets ein Paar EarPods beigelegt, jene Kabelkopfhörer, die seit dem iPod wie ein Markenzeichen für Apple wirken.

Am rechten Kabel baumelt ein Lautstärke-Regler, in den Apple ein Mikrofon eingebaut hat, das im perfekten Aufnahmeabstand zum Mund baumelt. Der Schall breitet sich vom Mund aus kugelförmig aus und erreicht dieses Mikro nach etwa 20 Zentimetern. So weit sollte man auch sein iPhone vom Mund entfernt halten, wenn man in dessen Mikros hinein spricht. Wichtig ist, dass man den Luftstrom vor dem Mund vermeidet, das Mikrofon also nicht anpustet, weil dadurch störende »Popp«-Geräusche entstehen würden.

In ruhigen Räumen besitzen viele iPhone-Nutzer also bereits das perfekt Clubhouse-Setup, ohne dass sie dafür auch nur einen Euro investieren müssen. Allerdings nimmt man mit den iPhone-Mikros und jenen der EarPods auch alle Geräusche auf, die sich im Raum verbreiten: Klappernde Tastaturen, zugeschlagene Türen, selbst die eigenen Schritte werden so an die Zuhörer übertragen. Für die AirPods und die EarPods gilt das ganz besonders. Dabei ist Straßenlärm eine unerträgliche Belästigung für die Zuhörer, weshalb man möglichst vermeiden sollte, solche Nebengeräusche in Chaträume zu übertragen.

Die Umgebung akustisch ausblenden

Aktuelle Business-Headsets von EPOS, Jabra, Logitech und Poly unterdrücken den Klangteppich von Büros, in Grenzen auch den von Wohnungen mit vielen Hintergeräuschen. Mein persönlicher Favorit ist das Jabra Evolve2 65, weil es eine gelungene Kombination aus gutem Sound auf den eigenen Ohren, bequemem Sitz und einem guten Mikrofonklang bietet. Bei der eigenen Sprache unterdrückt das Headset Nebengeräusche, die Ohren werden nur durch weiche Kissen maßvoll von der Umgebung abgeschirmt. Das empfinde ich als angenehmer als die völlige Isolation durch die aktive Geräuschunterdrückung vieler anderer Headsets, die einen unwillkürlich viel zu laut sprechen lässt.

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Wenn man draußen telefonieren will, helfen nur mächtigere Lösungen. Poly bietet das Voyager 5200 UC an, das gnadenlos alles wegfiltert, was nicht wie menschliche Stimme klingt. Zudem schirmt sein Mikrofon Windgeräusche sehr gut ab. Da das Voyager nur in einem Ohr sitzt, nimmt man gleichzeitig seine ganze Umgebung wahr und wird nicht von herannahenden Fahrzeugen überrascht. Man kann damit tatsächlich sogar beim Radfahren telefonieren, ohne dass die Gesprächspartnerin oder der Gesprächspartner durch Windgeräusche belästigt wird. Mit zunehmender Geräuschkulisse greift der Filter allerdings immer härter durch und die Stimme wirkt zunehmend künstlicher.

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Einfach mal ausprobieren

Warum aber klingen teure Hifi-Kopfhörer in Telefonkonferenzen oft so schlecht? Das liegt vor allem an der Bluetooth-Technologie, wegen der die Kopfhörer das Signal der Mikrofone nur in geringer Qualität übertragen können. Man kann damit mal einen Anruf annehmen, aber man sollte solche Headsets nicht gezielt zum Telefonieren aufsetzen.

Im Zweifelsfall telefoniert man einfach mal mit einem Freund und fragt, wie man denn mit und ohne die Kopfhörer klingt. Das gilt übrigens auch für Konferenzen am PC. Moderne Laptops haben bis zu vier Mikrofone, die in der Lage sind, Stimmen besser zu übertragen als ein Headset. Und wenn man doch ein Business-Headset verwendet, sollte man für die Verbindung zum PC unbedingt den beiliegenden USB-Stecker verwenden und nicht die Bluetooth-Verbindung des PCs. Denn, so klein sie auch sein mögen, ermöglichen diese Stecker doch eine spürbar bessere Audioqualität.

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