Programmierung, Intervalle, Kosten Lohnt sich die Corona-App?

Nach Wochen des Wartens sollen Smartphonenutzer bald die Corona-Warn-App laden können. Sollten sie das auch? Die Risiken sind überschaubar.
So soll die App aussehen

So soll die App aussehen

Foto: SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/Shutterstock

Der Bundesgesundheitsminister übt sich in diesen Tagen im Erwartungsmanagement. Jens Spahn (CDU) weiß: Wer nicht zu viel erhofft, wird nicht zu sehr enttäuscht. Das kann bei risikoreichen Projekten helfen, die Fallhöhe zu verringern. Auch die für das eigene Ansehen.

Die nun auch in Deutschland startende Corona-Warn-App sei "kein Allheilmittel", erklärte Spahn gerade in einem Interview mit der "Rheinischen Post" : "Wenn wir in den kommenden Wochen einige Millionen Bürger von der App überzeugen, dann bin ich schon zufrieden." Ein paar Millionen, das ist angesichts der letzten Umfragen eine sichere Wette, die schnelle Erfolgsmeldungen möglich macht. Mehr als 40 Prozent der Befragten haben zuletzt bekundet, die App nutzen zu wollen.

Die französische Version StopCovid hat bereits vier Tage nach ihrem Start in der vorigen Woche die Millionenschwelle geknackt. Eine massive Werbekampagne, für die der Bund gerade mitgliederstarke Verbände wie den DFB rekrutiert, soll helfen, das zu toppen. Vor Aufrufen und Appellen, sich die App mit dem dicken blau-roten C herunterzuladen, wird es in den nächsten Tagen kaum ein Entrinnen geben.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Entscheidend wird aber sein, ob die App wirkt wie erhofft. Dass sie also das Ansteckungsrisiko richtig berechnet und durch die frühe Warnung von Kontaktpersonen dabei hilft, Infektionsketten zuverlässig zu unterbrechen. Und das trotz der ungenauen Bluetooth-Technologie, die sie zur Abstandsmessung nutzt. Zu viele Fehlalarme würden der Akzeptanz der App schaden und die oft unterbesetzten Gesundheitsämter überfordern. Wissenschaftlich ist die Wirksamkeit der App nicht erwiesen, wie die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie im SPIEGEL betonte .

Die App bleibt also ein Experiment, ein Feldversuch.

Jetzt weiterlesen mit SPIEGEL+

Jetzt weiterlesen. Mit dem passenden SPIEGEL-Abo.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen – von Reportern aus aller Welt. Jetzt testen.

  • Alle Artikel auf SPIEGEL.de frei zugänglich.

  • DER SPIEGEL als E-Paper und in der App.

  • Einen Monat für 1,- € testen.

Einen Monat für 1,- €
Jetzt für 1,- € testen

Sie haben bereits ein Digital-Abonnement? Hier anmelden

Weiterlesen mit SPIEGEL+

Mehr Perspektiven, mehr verstehen.

Freier Zugang zu allen Artikeln, Videos, Audioinhalten und Podcasts

  • Alle Artikel auf SPIEGEL.de frei zugänglich

  • DER SPIEGEL als E-Paper und in der App

  • DER SPIEGEL zum Anhören und der werktägliche Podcast SPIEGEL Daily

  • Nur € 19,99 pro Monat, jederzeit kündbar

Sie haben bereits ein Digital-Abonnement?

SPIEGEL+ wird über Ihren iTunes-Account abgewickelt und mit Kaufbestätigung bezahlt. 24 Stunden vor Ablauf verlängert sich das Abo automatisch um einen Monat zum Preis von zurzeit 19,99€. In den Einstellungen Ihres iTunes-Accounts können Sie das Abo jederzeit kündigen. Um SPIEGEL+ außerhalb dieser App zu nutzen, müssen Sie das Abo direkt nach dem Kauf mit einem SPIEGEL-ID-Konto verknüpfen. Mit dem Kauf akzeptieren Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung.