Verifikations-Hotline wird eingestellt Für die Corona-Warn-App reicht nun ein Selbsttest

Bisher setzte die Corona-Warn-App hohe Hürden, bevor man seine Kontakte über eine Infektion informieren konnte. In der wohl letzten Phase des Projekts bauen die Entwickler auf Eigenverantwortung.
Logo der Corona-Warn-App: Ein offizieller Test ist nicht mehr notwendig

Logo der Corona-Warn-App: Ein offizieller Test ist nicht mehr notwendig

Foto: Stefan Jaitner/ dpa

Mit dem Update auf die Version 3.0 ändert sich die Funktion der Corona-Warn-App wesentlich. Bisher konnten Nutzerinnen und Nutzer nur das positive Ergebnis eines offiziell bestätigten Schnell- oder PCR-Tests verwenden, um die eigenen Kontakte per App vor einer möglichen Infektion zu warnen. Viele Labore melden bei Bedarf die Ergebnisse direkt online, sodass man sie ohne Umwege in der App abrufen kann. Für andere Tests gibt es eine Verifikations-Hotline, die allerdings zum 31. Januar eingestellt wird.

Künftig reicht aber schon ein Schnelltest aus, den man zu Hause ohne Aufsicht gemacht hat, um die Warnung an andere Nutzerinnen und Nutzer zu senden, denen man zuvor begegnet ist.

In einem Blogbeitrag machen die Entwickler auf die neue Arbeitsweise aufmerksam

In einem Blogbeitrag machen die Entwickler auf die neue Arbeitsweise aufmerksam

Es gibt eine Einschränkung, um Fehlalarme zu vermeiden: Pro Telefon kann im Laufe von drei Monaten nur ein positiver Schnelltest in das System eingespeist werden. Das Update der App soll innerhalb von 48 Stunden ausgeliefert werden.

Einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom von Ende Dezember zufolge nutzen immerhin noch 37 Prozent der Bevölkerung die Anwendung, die bei ihrer Einführung im Jahr 2020 als Vorzeigeprojekt galt.

Gleichzeitig sorgten die hohen Kosten für Unverständnis: Statt der ursprünglich angekündigten 50 Millionen Euro verschlang das Projekt mehr als 220 Millionen Euro. Die Verträge zum Weiterbetrieb wurden voraussichtlich zum letzten Mal bis zum 31. Mai dieses Jahres verlängert.

tmk
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