Check-in-Funktion Corona-Warn-App kann jetzt Luca-Codes einlesen

Wer ins Restaurant gehen oder an einer Veranstaltung teilnehmen will, kann künftig mit der Corona-Warn-App auch QR-Codes von Luca scannen.
Corona-Warn-App und QR-Code

Corona-Warn-App und QR-Code

Foto: Rüdiger Wölk / imago images

Per Update ist die Corona-Warn-App am Dienstag um eine Funktion erweitert worden, die den Umgang mit sogenannten Check-ins leichter macht. Die App könne »jetzt auch QR-Codes von Luca einscannen«, heißt es im Blog der Website coronawarn.app , die vom Robert Koch-Institut betrieben wird.

Demnach kann man mit der neuen Version der App nun auch an Orten einchecken, deren Betreiber »auf das Luca-System setzen und QR-Codes von Luca zur Eventregistrierung anbieten«.

Firmen und Organisationen, die ihren Gästen QR-Codes für den Check-in per Handy anbieten, soll der Umgang mit den Codes dadurch erleichtert werden, denn sie müssen künftig nicht mehr zwei unterschiedliche Codes bereitstellen – die für Nutzerinnen und Nutzer der Luca-App sowie für jene, die die Corona-Warn-App bevorzugen. Es reicht dann der Code, den Luca ausgibt.

Umgekehrt funktioniert das Verfahren allerdings nicht. Es ist nicht möglich, mit der Corona-Warn-App erzeugte QR-Codes mit der Luca-App einzuscannen, weil diese den Gesundheitsämtern zur Kontaktnachverfolgung die Kontaktdaten von Besuchern der betreffenden Veranstaltung oder des Betriebs übermittelt. Da so etwas bei der Corona-Warn-App nicht vorgesehen ist, benötigen Luca-Check-ins andere QR-Codes.

Alte Luca-Codes müssen aufgefrischt werden

Ebenso sei es nicht möglich, Luca-Nutzer zu warnen, falls eine Nutzerin oder ein Nutzer der Corona-Warn-App später positiv getestet wird. Der Grund dafür ist, dass zwischen den beiden Apps keine Daten ausgetauscht werden. »Erst wenn das zuständige Gesundheitsamt beispielsweise von einem Testlabor von der Infektion erfährt, kann es die betroffenen Luca-Nutzenden persönlich über den möglichen Risikokontakt informieren«, heißt es in dem Blogeintrag. In Bundesländern, in denen eine Erfassung von Kontaktdaten erforderlich ist, muss man daher weiterhin die Luca-App für Check-Ins nutzen.

Die sogenannte Stellvertreter-Funktion der Corona-Warn-App kann jedoch unabhängig davon genutzt werden, ob ein Luca-Code oder ein Code der Corona-Warn-App verwendet wurde. Sie ermöglicht es Veranstaltern und Gesundheitsämtern, Gäste »in Vertretung für eine später positiv getestete Person«, die sich nicht über die Corona-Warn-App eingecheckt hatte, vor einer möglichen Infektion zu warnen.

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Die einzige Einschränkung der neuen Funktion besteht darin, dass die Corona-Warn-App nur Luca-Codes einscannen kann, die ab dem 25. Mai 2021 erzeugt wurden. Betreiber, die noch ältere Codes verwenden, müssen diese also aktualisieren.

Anmerkung der Redaktion: Um den Auflagen zur Kontaktnachverfolgung nachzukommen, ist in manchen Bundesländern weiterhin ein Check-In über die Luca-App ergänzend oder anstelle eines Check-Ins per Corona-Warn-App erforderlich.

mak
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