Neues Update Corona-Warn-App ermöglicht jetzt Datenspende ans RKI

Die Warn-App bietet nun eine freiwillige Datenspende an das Robert Koch-Institut. Damit soll die Behörde zusätzliche Informationen über das Pandemiegeschehen bekommen. Es ist nicht die einzige neue Funktion.
Logo der Corona-Warn-App: »Möglichen Zusammenhang zwischen Warnungen und lokaler Inzidenz herstellen«

Logo der Corona-Warn-App: »Möglichen Zusammenhang zwischen Warnungen und lokaler Inzidenz herstellen«

Foto: Oliver Berg / dpa

Mit dem Update auf Version 1.13 ermöglicht die Corona-Warn-App eine Art »Datenspende« an das Robert Koch-Institut (RKI). Wer die App aktualisiert hat, wird beim nächsten Start gefragt, ob er oder sie die freiwillige Datenweitergabe an das RKI aktivieren möchte. Nach einer Zustimmung übermittelt die App automatisch an das RKI, ob sie ein niedriges Risiko oder ein erhöhtes Risiko berechnet hat, ob die App also eine grüne oder rote Kachel anzeigt.

Über die freiwillige Funktion können Nutzerinnen und Nutzer dem RKI zusätzlich auch das eigene Bundesland, den Kreis oder Bezirk und das Alter mitteilen. Die Altersangabe ist dabei nur in einer von drei Altersgruppen möglich: 0 – 29 Jahre, 30 – 59 Jahre oder über 60. Das soll dem RKI helfen, einen besseren Überblick über das Pandemiegeschehen und lokale Ausbrüche zu bekommen. »Die Expert*innen können dadurch einen möglichen Zusammenhang zwischen Warnungen und lokaler Inzidenz herstellen und beispielsweise erkennen, ob es in bestimmten Altersgruppen mehr rote oder grüne Kacheln gibt als in anderen«, heißt es in einem Blogbeitrag zu dem Update .

Die Betreiber der Warn-App betonen, dass die »Datenspende keine Rückschlüsse auf individuelle Personen zulässt, sodass die Privatsphäre der Nutzer*innen gewahrt wird.« Die Datenweitergabe funktioniert automatisch im Hintergrund und kann jederzeit wieder deaktiviert werden.

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Wissenschaftliche Befragung nach Risikokontakt

Das Update auf die Version 1.13 wird sowohl für iOS als auch für Android zur Verfügung stehen. Auf den meisten Telefonen dürfte es – Stand Freitag Nachmittag – bereits zum Download bereitstehen, ansonsten wird es in den nächsten Stunden ausgerollt.

Mit dem Update wird die App außerdem übersichtlicher gestaltet, da das Ende Dezember eingeführte Kontakttagebuch über einen eigenen Reiter am unteren Rand der App direkter erreichbar ist. Eine weitere Neuerung ist ein Link zu einer wissenschaftlichen Befragung, der allen Nutzerinnen und Nutzern mit einem erhöhten Risiko angezeigt werden soll. Die Umfrage diene dazu, dass die Expertinnen und Experten vom RKI mehr über das Verhalten der App-Nutzerinnen und -Nutzer vor der Risikoberechnung und über ihr geplantes Verhalten erfahren könnten, heißt es im Blogbeitrag zum Update. Mit den Informationen soll die App in Zukunft verbessert werden, teilten die Betreiber der Warn-App mit.

hpp
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