Update auf Version 2.1 Corona-Warn-App zeigt jetzt auch Schnelltestergebnisse an

Die neue Version der offiziellen Warn-App des Bundes kann neben den Ergebnissen von PCR-Tests auch die von Antigen-Schnelltests anzeigen. Die müssen jedoch in bestimmten Einrichtungen durchgeführt werden.
Ein negatives Ergebnis wird 48 Stunden lang angezeigt: Corona-Warn-App

Ein negatives Ergebnis wird 48 Stunden lang angezeigt: Corona-Warn-App

Foto: Rüdiger Wölk / imago images/Rüdiger Wölk

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes kann jetzt auch die Ergebnisse von professionell durchgeführten Schnelltests anzeigen. Das soll helfen, Infektionsketten noch schneller zu unterbrechen, teilten die Entwickler der App am Montag mit . Das Update auf Version 2.1 stand am Montagmorgen bereits im App Store von Apple für das iPhone bereit. Die Version für Android-Smartphones soll im Google Play Store spätestens am Dienstag zur Verfügung stehen.

Mit dem Update können die Anwender nach dem Schnelltest einen QR-Code einscannen und erhalten dann kurze Zeit später in der App das Testresultat. Ein negatives Ergebnis wird 48 Stunden lang in der App angezeigt und kann dann auch beim Einkaufen oder beim Friseurbesuch vorgelegt werden. Positive Ergebnisse werden in der App so lange angezeigt, bis die Nutzerinnen und Nutzer das Ergebnis teilen. Der Schnelltest werde von der Corona-Warn-App gleichberechtigt mit dem aufwendigeren PCR-Test behandelt.

Nicht in die App übernommen werden können privat und ohne Aufsicht durchgeführte Schnelltests. Zum Start sind auch nur acht offizielle Partner an das System angeschlossen: Bundeskanzleramt, das Bayerische Rote Kreuz, dm-drogerie markt, Doctorbox, EcoCare, die Healthcare Marke von Ecolog Deutschland GmbH (mit unter anderem Lidl), Huber Health Care, das Ministerium für Bildung und Kultur Saarland sowie Testbuchen.de/No-Q.

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125 Schnelltestbetreiber wollen mitmachen

Bald soll dieser Kreis aber stark erweitert werden. »Seit Ankündigung der Integration Ende März sind 125 Anfragen von Schnelltest-Betreibern aus unter anderem Testzentren und dem Einzelhandel eingegangen, die sich an der Integration beteiligen möchten«, heißt es in dem Blog der App-Entwickler SAP und Deutsche Telekom.

Zuvor war die Corona-Warn-App bereits um eine Check-in-Funktion erweitert worden. Damit sollen vor allem risikoreiche Begegnungen von Menschen in Innenräumen besser erfasst werden. Für die Erkennung von Clustern in Räumen können die Anwender der App durch das Einscannen eines QR-Codes einchecken, ähnlich wie bei der privaten Luca-App. In der App kann man QR-Codes für private Treffen auch selbst erstellen und ausdrucken.

In künftigen Versionen soll – noch vor Beginn der Sommerferien – auch ein digitales Impfzertifikat angezeigt werden können. Anwender könnten damit nachweisen, dass sie vollständig geimpft worden sind.

Die Corona-Warn-App verzeichnete bis Ende April 27,4 Millionen Downloads . Über die Anwendungen wurden bislang knapp 440.000 positive Testergebnisse geteilt, sodass schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen auf diesem Weg wegen einer risikoreichen Begegnung gewarnt wurden.

pbe/dpa