Elon Musks Sparmaßnahmen Twitter-Angestellte bringen jetzt Klopapier mit ins Büro

500 Millionen Dollar will Elon Musk bei Twitter angeblich einsparen, Lohnkosten nicht eingerechnet. Ein Rechenzentrum wurde abgeschaltet, das Büro in Seattle geschlossen. Auch am Hauptsitz wird es ungemütlich.
Entlassene Reinigungskräfte in San Francisco: Verdreckte Toiletten

Entlassene Reinigungskräfte in San Francisco: Verdreckte Toiletten

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Annie Vainshtein / AP

Bei Twitter stinkt’s. Die Sparmaßnahmen von Elon Musk, berichtet die »New York Times« , haben auch für diejenigen, die nicht entlassen wurden, unangenehme Folgen. Weil im Hauptquartier des Unternehmens in San Francisco die verbliebenen Angestellten auf zwei Etagen zusammengezogen und dafür vier andere Stockwerke geschlossen wurden, und weil auch die Reinigungsdienste größtenteils eingestellt wurden, rieche es mittlerweile streng nach Essensresten und Körperausdünstungen. Die Toiletten seien verdreckt, manche würden sich mittlerweile Klopapier von zu Hause mitbringen.

Das Büro in Seattle werde ganz geschlossen, berichtete eine Reporterin von »Platformer«, das Personal solle von zu Hause aus weiterarbeiten, so stehe es in einer E-Mail an die Betroffenen.

An Weihnachten habe Musk außerdem Leute nach Sacramento beordert, um das dortige Twitter-Rechenzentrum abzuschalten. Einige Tage später kam es zu Ausfällen beim Onlinedienst, ohne dass Twitter die Gründe dafür erklärt hätte. Drei Informanten der »New York Times« gaben an, ohne die Abschaltung der Server in Sacramento wäre der Vorfall leichter abzufangen gewesen.

Statt drei Tagen Einführung nur noch 90 Minuten

Verantwortlich für die Budgetkürzungen sind dem Bericht zufolge ein Manager von Musks Tunnelbaufirma The Boring Company sowie der Leiter von Musks privatem Büro. Sie sollen Angestellte aufgefordert haben, Überweisungen an Auftragnehmer und Zulieferer zu verzögern und Verträge mit ihnen neu zu verhandeln.

Insgesamt 500 Millionen Dollar wolle Musk einsparen, berichtete die Zeitung weiter. Das gehe aus einem internen Dokument hervor. Personalkosten seien dabei noch gar nicht eingerechnet. Derzeit hat Twitter noch etwas mehr als 2000 Angestellte, vor Musks Übernahme waren es rund 7500. Zuletzt hatte der Milliardär rund 50 Infrastrukturexperten sowie die Hälfte des Public-Policy-Teams von Twitter gefeuert.

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Es könnten noch mehr Stellen abgebaut werden, befürchten dem Bericht zufolge einige der verbliebenen Mitarbeiter, etwa im Vertrieb. Allerdings stellt Musk auch neue Leute ein, um einige der Entlassenen zu ersetzen. Deren Onboarding wurde allerdings drastisch verkürzt, von drei Orientierungstagen inklusive einer Einführung in Datenschutz- und Sicherheitsfragen auf 90 Minuten.

pbe

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