Hype um Audioangebote Facebook drängt auf den Podcast-Markt

Internetangebote zum Hören sind sehr gefragt im Silicon Valley. Kommende Woche soll Facebook sein Podcast-Angebot starten. Spotify rüstet derweil auf.
Junge mit Kopfhörern: Immer mehr Nutzer wollen Inhalte zum Hören

Junge mit Kopfhörern: Immer mehr Nutzer wollen Inhalte zum Hören

Foto: Pollyana Ventura / Getty Images

Spätestens der schnelle Aufstieg der Talk-App Clubhouse hat die Internetkonzerne aufhorchen lassen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Nun gibt es eine Flut neuer Audio-Angebote. Wie das US-Magazin »The Verge« berichtet , will Facebook bereits kommende Woche Podcasts in seine Plattform integrieren.

Das Magazin bezieht sich dabei auf E-Mails, die der Social Media-Konzern offenbar an mehrere Podcaster versendet hat. Demnach werden Nutzer bereits ab kommenden Dienstag Podcasts direkt auf der Plattform hören können. Der Konzern versucht dabei, seine riesigen Nutzerzahlen auszuspielen. »Facebook ist die Plattform, auf der Hörer Podcasts genießen, diskutieren und untereinander teilen können«, zitiert »The Verge« aus der E-Mail. Um die oft langatmigen Sendungen an die Welt der sozialen Medien anzupassen, will Facebook zudem eine Funktion anbieten, mit der Hörer kurze Ausschnitte aus den Podcasts direkt auf der Plattform teilen können.

Die Podcast-Integration ist nur der Anfang: In den kommenden Monaten will Facebook weitere Audio-Inhalte in seinem Netzwerk integrieren. Bereits gestern startete Unternehmensgründer Mark Zuckerberg einen Testlauf seines Talkrunden-Formats , das der App Clubhouse nachempfunden wurde. Wann die »Live Audio Talks« für die Allgemeinheit verfügbar sein werden, ist noch unbekannt.

Auch Spotify will von dem Trend zur Live-Talkshow profitieren. Der Audiokonzern, der im vergangenen Jahr mit Übernahmen und der Verpflichtung prominenter Podcaster wie Barack Obama den Markt kräftig aufgemischt hat, stellte am Mittwoch seine neue App »Greenroom« vor , die ebenfalls Liveshows anbietet. Um Podcaster und Künstler auf die neue Plattform zu locken, hat Spotify zudem einen »Creator Fund« aufgelegt, aus dem die Anbieter besonders attraktiver Talkrunden bezahlt werden sollen.

tmk
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