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Messenger: Telefon- und Chat-Funktion von Facebook

Zusätzliche App Facebook drängt Nutzern seinen Messenger auf

Mit Zwang zur zweiten Facebook-App: Smartphone-Nutzer sollen künftig Nachrichten an andere Nutzer nur noch mit dem Messenger verschicken können. Mit dem lässt sich dafür auch telefonieren.

Über Facebook zu chatten, wird künftig ein klein wenig komplizierter: Wie das Unternehmen mitteilt, sollen Smartphone-Nutzer künftig nicht mehr über die Facebook-App Nachrichten an andere Nutzer verschicken können. Zunächst betrifft dies einige europäische Länder - Deutschland zunächst nicht.

In den kommenden Wochen soll die Messenger-Funktion dort komplett in eine eigene App ausgelagert werden. Wer dann weiterhin mit seinen Freunden und Kontakten chatten möchte, muss sich gesondert die Messenger-App herunterladen  und installieren.

Der Chat-Button in der Facebook-App selbst bleibt zwar erhalten, nach dem Antippen wird dann aber der Messenger aufgerufen. Zuletzt hatte der Konzern versucht, Nutzer mit Hinweisen zur Installation der App zu bringen. Nun soll sie obligatorisch werden. Die Maßnahme stelle keinen Test dar, sondern werde nach und nach weltweit umgesetzt, so ein Konzernsprecher.

Es gibt nur wenige Ausnahmen. Besitzer von älteren Android-Geräten mit nur wenig Arbeitsspeicher bekommen den Messenger nicht aufgezwungen. Auch bei der Facebook-App für Windows Phone und Tablets soll zunächst alles beim Alten bleiben.

Die Begründung für den Schritt liegt in der Aufwertung für die Messenger-App, die nicht zweitklassig neben der Facebook-App stehen soll. Netzwerk-Chef Mark Zuckerberg hatte die App-Trennung bereits im vergangenen November gegenüber "TechCrunch" angekündigt  und damit erklärt, eine Chat-Funktion innerhalb der Facebook-App mache die Beantwortung von Nachrichten komplizierter.

Die Messenger-App, mit der sich Nutzer auch gegenseitig anrufen können, soll ähnlichen Chat-Programmen wie Line, Viber oder Skype Konkurrenz machen. Facebook will offenbar nicht das Risiko eingehen, Chat- und Telefonfunktion in seiner Facebook-App zu verstecken. WhatsApp, das von Facebook übernommen wurde, könnte hier als Vorbild dienen.

meu
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