Datenleck Darum brauchen Sie ein neues Flipboard-Passwort

Flipboard-Anwender aufgepasst: Unbekannte hatten monatelang Zugriff auf die Nutzerdatenbank des Unternehmens. Deshalb sind jetzt Sicherungsmaßnahmen nötig.


Nutzer der Nachrichten-App Flipboard sollten möglichst bald ihr Passwort ändern. Wer sich neu auf einem Gerät anmeldet, wird automatisch dazu aufgefordert. Der Grund dafür: Seit Sommer 2018 gab es mehrere nicht autorisierte Zugriffe auf die Datenbank des Unternehmens. Das teilt Flipboard auf seiner Internetseite mit.

Betroffen von dem Datenleck war demnach nur ein Teil der Nutzerdaten, unter anderem geht es um Informationen zur Kontoanmeldung wie Name, Passwort und E-Mail-Adresse. Möglicherweise wurden die Informationen kopiert.

Die Passwörter seien jedoch nicht im Klartext gespeichert worden, heißt es. Sie seien mit einer sogenannten Hash-Funktion behandelt und mit einer zusätzlichen Zufallszahl (Salt) verfremdet worden. Eine Rekonstruktion ist laut Flipboard daher grundsätzlich nicht möglich.

Im April bemerkt

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte ein unbefugter Dritter im Zeitraum von Juni 2018 bis April 2019 Zugriff auf die Datenbank, erklärt das Unternehmen. Bemerkt wurde der Vorfall nach Angaben von Flipboard am 23. April 2019.

Nach der Entdeckung des Datenlecks hatte Flipboard vorsichtshalber die Passwörter aller Anwender zurückgesetzt. Nutzer müssen also bei einer Neuanmeldung das Konto-Passwort aktualisieren - wer dabei Unterstützung braucht, soll auf der Flipboard-Webseite unter Hilfe und Feedback auf Kontakt klicken und dort sein konkretes Problem schildern.

Das Unternehmen habe den Sicherheitsvorfall untersucht und mittlerweile behoben, heißt es auf der Unternehmensseite weiter. Auch Verbindungen zu Drittanbieter-Konten sowie zu Konten anderer sozialer Medien - sogenannte digitale Tokens - seien vorsichtshalber gelöscht und ersetzt worden. Unter Umständen müssen Nutzer solche Verbindungen in der App daher erneut herstellen - auch dazu soll es auf der Supportseite der Firma Hilfe geben.

Flipboard betont, dass es keine Bank- oder Kreditkartendaten von Benutzern sammelt. Somit seien keine Finanzinformationen betroffen.

mak/dpa

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