Jugendschutz Familienministerin Giffey will Altersempfehlungen für Apps

SPD-Bundesfamilienministerin Giffey will Kinder und Jugendliche besser vor gefährlichen Inhalten in Apps schützen. Die Kennzeichnungspflicht soll laut einem Medienbericht Teil eines neuen Jugendmedienschutzgesetzes werden.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD)
DPA

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD)


Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will leicht erkennbare Altersempfehlungen für Apps durchsetzen, um Kinder und Jugendliche vor gefährlichen Inhalten zu schützen. "Das ist ein Thema, an das wir ran wollen", sagte Giffey der "Bild am Sonntag". "Wir haben bei demselben Spiel unterschiedliche Altersangaben, die im Netz rumgeistern. Eltern müssen aber auf die Kennzeichnung vertrauen können."

Die Kennzeichnungspflicht soll Teil des neues Jugendmedienschutzgesetzes werden, das Giffeys Ministerium gerade ausarbeitet. "Wir haben im Moment ein Jugendschutzgesetz, das noch aus dem Zeitalter von Videokassette und CD-ROM stammt", sagte die Ministerin dem Blatt.

Ziel sei, das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode zu verabschieden. "Daran arbeiten wir gemeinsam mit den Ländern", sagte Giffey. "Ende des Jahres wollen wir einen ersten Entwurf vorlegen."

tin/AFP



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Sendungsverfolger 21.04.2019
1. Dringendes, unaufschiebbares Thema
"Wir haben im Moment ein Jugendschutzgesetz, das noch aus dem Zeitalter von Videokassette und CD-ROM stammt" Und seit dem haben die Kriterien für die Beurteilung für die Einteilung in die entsprechenden Altersfreigaben geändert? Also gelockert oder verschärft (und nur dann würde eine geänderte gesetzliche Regelung Sinn machen)? Oder sollen nur - worauf ich wette - nur neue "Aufkleber" eingeführt oder sichergestellt werden, dass diese auch ordentlich kleben, womit man vortäuschen will, dass man schon im digitalen Zeitalter angekommen ist?
crowzero 21.04.2019
2. Verstehe ich nicht, ...
... in den AppStores gibt es Empfehlungen für das Alter. Bis jetzt hat das bei meiner Tochter immer gepasst. D.h. ich schau mir die Empfehlung an, lade es mir auf mein Phone, teste es, spreche mit meiner Frau und gemeinsam Entscheiden wir ob die App was für unsere Tochter ist. Gibt es nicht wichtigere Themen? Netzausbau? Netzneutralität? Digitalbildung für unsere Lehrkörper? Usw.
mirage122 21.04.2019
3. Man arbeitet daran
Warum dauert sowas immer so lange? Die Erkenntnis ist da, aber nun müssen sich die Länder zusammen setzen. Wenn man in der freien Wirtschaft so ein Arbeitstempo an den Tag legen würde, hätten wir jeden Tag eine Insolvenz. "Und wir schaffen das noch in dieser Legislatur-Periode!" Das sind ja tolle Aussichten. Haben die zu wenig Personal, sind die überlastet, Krankheit, Urlaub - oder wie soll man das verstehen? Was machen eigentlich die Bundestagsabgeordneten, die gewählt wurden und in wichtigen Arbeitskreisen sitzen? Man kann doch verlangen, dass sie nicht nur ihren Stuhl im Bundestag wärmen. Denn wenn man sich mal eine Sitzung in Direkt-Übertragung ansieht. herrscht oft gähnende Leere. Aber dafür kann ja Frau Giffey nichts.
kein-freund-von-despoten 21.04.2019
4. Das Problem ist ein ganz anderes ...
... einige Eltern kommen nämlich nicht ihrer Aufsichtspflicht nach und sind so gründlich wie z.B. #2 crowzero. Sondern da wird den Kindern einfach das Smartphone / Tablet überlassen und darauf vertraut, dass der Nachwuchs schon nicht zu viel Blödsinn sich herunterlädt. Was nützt die beste Alterskennzeichnung, wenn schon u12 trotzdem Sachen zu Gesicht bekommt, bei denen ein ü40 wie mir sich der Magen umdreht ? mfg KFvD
demokrat2 22.04.2019
5. SPD-Familienministerin Giffey .....
..... will mehr Sicherheit für Kinder und Jugendliche im Netz. Sie will den Eltern mehr Unterstützung geben; sie sieht Hamdlungsbedarf. Sie will die entsprechenden Gesetze auf den Prüfstand stellen und den heutigen Anforderungen anpassen. Für alle Eltern ist das sicherlich eine notwendige Richtungsweisung und erforderlich.
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