Ärger über Kalorienzähler Google schmeißt Cupcakes aus der Maps-App

Wie kann man Nutzern deutlich machen, wie viel Kalorien sie auf einem Fußweg verbrennen? Google setzte in seiner Maps-App auf einen Zähler mit Cupcake-Bezug. Jetzt wurde die Anzeige wieder entfernt.

Cupcake
Getty Images

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Das war ein kurzes Experiment: Vor wenigen Tagen erweiterte Google die iOS-App seines Kartendienstes Maps für manche Nutzer um einen Kalorienzähler. Wer einen Weg zu Fuß zurücklegen wollte, bekam fortan angezeigt, wie viel Energie er dabei verbrauchen würde. Außer in einfachen Zahlen wurde die Ersparnis mit Cupcakes dargestellt. Ein Cupcake stand dabei für 110 Kalorien, so Googles Schätzung.

Offensichtlich fühlten sich viele Nutzer durch die kleinen Törtchen unter Druck gesetzt. In den sozialen Netzwerken jedenfalls gab es viel Kritik an der neuen Funktion.

Viele Nutzer waren genervt von dem unaufgefordert erscheinenden Gesundheitshinweis und fanden keine Möglichkeit, die Funktion wieder abzuschalten. Manche sehen in der Funktion sogar eine Gesundheitsgefahr für Opfer von Essstörungen.

Aufgrund heftiger Nutzerreaktionen hat sich Google mittlerweile entschieden, den Zähler wieder zu entfernen, berichtet "TechCrunch". Dem Online-Magazin zufolge soll die Funktion schon ab diesem Dienstag nicht mehr Teil der Maps-App sein.

Ob der Kalorienzähler noch einmal wieder zurück kommt - zum Beispiel als optionale Ergänzung oder zumindest ohne Cupcakes - ist noch unbekannt.


Noch mehr umstrittene App-Funktionen: Creepy oder praktisch?
Stimmen Sie hier mit ab!

Ob man etwas creepy findet oder für eine sinnvolle Funktion hält, ist oft eine Frage des persönlichen Empfindens. Hier finden Sie zehn Beispiele, bei denen Sie abstimmen können: creepy oder praktisch? Nach jeder Antwort sehen Sie, wie sich die anderen Leser entschieden haben. Einen Erklärtext zum Thema finden Sie hier.

1. Googles neue Chat-App Allo schlägt unter anderem per Fotoanalyse Antwort-Optionen vor. Schickt jemand etwa ein Bild von Nudeln mit Venusmuscheln, formuliert die App Antworten wie "Lecker", "Mmh, Muscheln" und "Ich liebe Linguini" vor.
Das finde ich creepy.
Das finde ich praktisch.
2. Vor Geburtstagen regt Facebook manchmal Freunde der Jubilare an, Überraschungspartys für sie zu planen - per dezentem technischen Hinweis, natürlich ohne Wissen des Geburtstagskinds.
Das finde ich creepy.
Das finde ich praktisch.
3. Eltern, die ihren Kindern ein Benutzerkonto für Windows 10 einrichten, werden standardmäßig detailliert über deren Rechnernutzung informiert. Einmal pro Woche bekommen sie per E-Mail einen Aktivitätsbericht, in dem etwa die besuchten Websites stehen.
Das finde ich creepy.
Das finde ich praktisch.
4. Wer im Google Kalender einen Begriff wie "Zahnarzt" oder "Tanzen gehen" eintippt, bekommt beim entsprechenden Eintrag automatisch ein Piktogramm angezeigt - in diesen Fällen einen Zahnputzbecher beziehungsweise Sportschuhe.
Das finde ich creepy.
Das finde ich praktisch.
5. Die App Findface aus Russland bietet eine Gesichtserkennung: Lädt man ein selbstgemachtes Bild in die App, gleicht sie das Foto mit Bildern aus dem sozialen Netzwerk VK ab - und zeigt an, welcher Nutzer auf dem Bild zu sehen sein könnte.
Das finde ich creepy.
Das finde ich praktisch.
6. Obwohl es auf Twitter weniger um Freundschaften geht es als zum Beispiel auf Facebook, fragt der Dienst seine Nutzer hin und wieder, ob sie ihren Geburtstag angeben wollen.
Das finde ich creepy.
Das finde ich praktisch.
7. Bei Googles App Duo kann man ein Livevideo des Anrufers sehen - und das sogar schon, bevor man seinen Anruf annimmt.
Das finde ich creepy.
Das finde ich praktisch.
8. In der App von Uber kann man ein Familienprofil erstellen. Wer das macht, bekommt fortan eine Benachrichtigung, wenn ein mit dem Profil verbundenes Familienmitglied die App benutzt. Per Karte lässt sich in Echtzeit verfolgen, von wo nach wo gerade etwa der Partner oder ein Kind unterwegs ist.
Das finde ich creepy.
Das finde ich praktisch.
9. Lädt man die aktuelle Apple-Store-App herunter, bekommt man Hardware-Kaufvorschläge auf Basis des Geräts, das man gerade benutzt, nach dem Motto: "Zu dem was Sie schon haben, würde das hier sehr gut passen."
Das finde ich creepy.
Das finde ich praktisch.
10. Einige Samsung-Smartphones wie das Note 4 bieten eine Funktion namens Smart Stay. Sie sorgt dafür, dass der Bildschirm des Smartphones eingeschaltet bleibt, solange man draufschaut. Der Nutzer wird dafür über die Vorderkamera des Handys beobachtet.
Das finde ich creepy.
Das finde ich praktisch.
Danke fürs Mitmachen.

tki

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