e*Message Berliner Firma scheitert mit Klage gegen Apples iMessage

Das Unternehmen e*Message aus Berlin hat gegen Apple geklagt, weil dessen Dienst iMessage so ähnlich klingt wie der eigene Firmenname. Ein Gericht wies nun die Klage ab - doch der Streit könnte weitergehen.

Icon von Apples Nachrichten-App iMessage
TMN/ Andrea Warnecke

Icon von Apples Nachrichten-App iMessage


Der Berliner Funknetzbetreiber e*Message ist mit seinem Versuch gescheitert, Apple den Namen der Nachrichten-App iMessage streitig zu machen. Die deutsche Firma sah ihre Rechte am Unternehmensnamen verletzt, Kunden könnten die beiden Dienste verwechseln, so die Argumentation. Das Landgericht Braunschweig wies eine entsprechende Klage des Mittelständlers gegen drei Tochtergesellschaften des Apple-Konzerns ab.

Die Firma e*Message bietet sogenannte Pagerdienste an. Sie werden unter anderen von Feuerwehren, Rettungsdiensten, Krankenhäusern und Energieversorgern genutzt, um in Notlagen Personal zu alarmieren. Das Gericht kam zu der Überzeugung, dass keine Verwechslungsgefahr zwischen "e*Message" und "iMessage" bestehe. Die Tätigkeitsfelder, in denen die Zeichen verwendet werden, seien nur "gering ähnlich".

Das Berliner Unternehmen richte sich mit seiner Dienstleistung an ein Fachpublikum wie Ärzte und Feuerwehrleute. Apple hingegen wende sich an Endverbraucher. Die Bezeichnungen "e*Message" und "iMessage" unterschieden sich auch klanglich: Die Nutzer seien an die unterschiedliche englische Aussprache am Anfang des Wortes gewöhnt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, es kann Berufung eingelegt werden. Dietmar Gollnick, Geschäftsführer von e*Message, bedauerte die Entscheidung des Gerichts. "Sobald wir genaue Kenntnis zur Urteilsbegründung haben, werden wir diese auswerten und über weitere Schritte entscheiden."

juh/dpa

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