Neue Funktion Instagram lässt Nutzer jetzt Kommentare filtern

Wer sich gegen unliebsame Kommentare unter seinen Bildern wehren wollte, hatte es bei Instagram bisher schwer. Nun gibt das Netzwerk eine Filterfunktion frei, die Nutzern mehr Kontrolle geben soll.

Screenshot der neuen Filterfunktion

Screenshot der neuen Filterfunktion


Nutzer von Instagram sollen sich künftig besser vor fiesen Kommentaren unter den eigenen Bildern schützen können. Das Bildnetzwerk stellt ihnen dazu ab sofort eine Filterfunktion zur Verfügung, mit der sie Kommentare vorab moderieren können.

Mit dem neuen Filter können Nutzer festlegen, dass Kommentare, die bestimmte Wörter auf einer schwarzen Liste enthalten, gar nicht erst erscheinen. Sie können dazu eine von Instagram bereitgestellte Liste aktivieren und zusätzlich selbst Schlagwörter festlegen, die unter den eigenen Fotos unerwünscht sind.

Taylor Swift als Testerin

Die Funktion kann in den Profil-Einstellungen unter dem Menüpunkt "Kommentare" aktiviert werden. Eine frühe Testerin der Funktion war Medienberichten zufolge die Sängerin Taylor Swift.

Bisher hatten Nutzer nur die Möglichkeit, händisch Kommentare unter ihren eigenen Fotos zu entfernen. Außerdem können andere Anwender blockiert und beleidigende Kommentare gemeldet werden. Präventivmaßnahmen gegen unliebsame Kommentare fehlten bislang in der App, deren Profile standardmäßig öffentlich einsehbar sind.

Auch Facebook und Twitter kennen das Problem

"Manche Kommentare sind unfreundlich", heißt es in einem Blogeintrag von Instagram-Mitgründer Kevin Systrom zur Begründung. Es sei die Pflicht des Unternehmens, ein Umfeld zu schaffen, in dem Nutzer keinen Bedrohungen und Beleidigungen ausgesetzt seien.

Instagram-Besitzer Facebook muss derzeit viel Kritik für seinen Umgang mit Hasskommentaren und Hetze einstecken, insbesondere in Deutschland. Auch das Netzwerk Twitter gerät immer wieder in die Schlagzeilen, weil es seine Nutzer nicht gut genug vor Beleidigungen und Drohungen schützt. Öffentlichkeitswirksam verabschiedete sich etwa die "Ghostbusters"-Schauspielerin Leslie Jones von dem Dienst, kehrte aber nach Intervention von Twitter zurück.

gru



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