Messenger-Dienst Slack Das Geheimnis hinter dem Hype

Der Messenger Slack erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Arbeitsgruppen lassen sich mit Slack einfach organisieren - aber was macht eigentlich den Charme dieses Dienstes aus?
Messenger Slack

Messenger Slack

Wer einmal versucht hat, eine Party, ein Geburtstagsgeschenk oder das nächste Klassentreffen per WhatsApp zu organisieren, wird dankbar für Slack sein.

Der Messenger ist mehr als nur eine WhatsApp-Gruppe, in der sich Freunde oder Kollegen Nachrichten schreiben und ein paar Fotos und Dokumente schicken. Slack ist das derzeit meistgelobte Werkzeug, um online Gruppen zu organisieren - über eine App oder im Browser.

Mit Slack lassen sich neben Nachrichten diverse Dokumententypen teilen: Fotos, GIFs, Textdateien, Spreadsheets. Alle diese Inhalte können einzeln kommentiert werden. Kommentare erscheinen also nicht als Gruppennachricht im fortlaufenden Chat. Darüber hinaus integriert Slack eine schier endlos lange Liste an verschiedenen Anwendungen. Vom Taschenrechner über Skype bis zu Apps zur Arbeitszeiterfassung. Slack ist damit nicht nur ein Messenger, sondern ein umfassendes Büromanagementsystem - und für kleine Teams sogar kostenlos.

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Slack: Teamarbeit im Messenger

Damit die Teams nicht in einer Flut an Nachrichten und Dokumenten untergehen, erlaubt es Slack, einzelne Kanäle für bestimmte Projekte oder Abteilungen zu eröffnen - wie ein E-Mail-Verteiler. Diese Channels können je nach Bedarf offen oder geschlossen sein. Die Nutzer entscheiden selbst, wann sie den Kanal besuchen und sich die Inhalte ansehen. Sollte es mal dringend sein, kann ein Nutzer auch direkt innerhalb des Gruppenchats adressiert werden (mit @Nutzername) oder er bekommt eine Direktnachricht samt Notification.

Damit vereint Slack die Vorteile von Messenger und E-Mail. Gleichzeitig ist das eine Kampfansage an den alten Kommunikationsservice und an das Arbeiten im firmeneigenen Netzwerk. Wer mit einem Team eine Weile mit Slack gearbeitet hat, wird begeistert sein, wie stark sich die Zahl der internen Mails reduziert. Die Kanäle machen das Arbeiten effektiv. Die Suchfunktion macht es möglich, alle wichtigen Dokumente der Arbeit an einem Ort zu durchsuchen. Dadurch, dass Slack auf allen internetfähigen Geräten abrufbar ist, entbindet es die Mitarbeiter vom Büro: Arbeiten im Jahr 2016.

Slack will das vorherrschende Social Network im Businessbereich werden. Gerade hat der Onlinedienst die Marke von drei Millionen aktiven Nutzern geknackt. Um den Einstieg noch niedriger zu machen, hat Slack einen Social-Login gelauncht. Mit "Sign in with Slack" können Nutzer sich in andere Business-Apps ihrer Kollegen einloggen ohne dort einen extra Account besitzen zu müssen. Das kennt man sonst nur von Facebook.

Und wer bei den vielen Möglichkeiten bei Slack nicht mehr durchblickt, dem wird geholfen. Mittlerweile gibt es professionelle Slacksperts (Slack Experts): Consulting-Firmen, die nichts anderes tun, als anderen Unternehmen beizubringen, wie sie das meiste aus Slack herausholen können.

Für die Organisation der nächsten anstehende Privatparty mit Slack ist allerdings keine Beratung von Nöten. Die geht auch so ziemlich gut, versprochen.

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