Malsoftware Microsoft beendet Weiterentwicklung von Paint

Abgesehen von Photoshop ist wohl kein Grafikprogramm so bekannt wie Microsofts Paint. Doch nun steht der Klassiker vor dem Aus: Nach drei Jahrzehnten betrachtet Microsoft die Software als veraltet.
Abschiedsbild, erstellt mit Microsoft Paint

Abschiedsbild, erstellt mit Microsoft Paint

Microsoft stellt die Arbeit an einem seiner ältesten Programme ein. Die Grafiksoftware Microsoft Paint, früher bekannt als Paintbrush, ist seit 1985 ein integraler Bestandteil des Windows-Betriebssystems. Nun aber scheint sich der Konzern auf lange Sicht von ihr zu verabschieden.

Auf einer Infoseite zum im Herbst anstehenden Windows 10 Fall Creators Update  heißt es, Paint sei veraltet. Der Hinweis bedeutet laut Microsoft einerseits, dass das Programm nicht mehr aktiv weiterentwickelt wird. Ebenso könnte es nun passieren, dass die Software in künftige Windows-Versionen nicht mehr integriert wird.

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Im Vergleich zu Konkurrenten wie Adobes Photoshop bietet Paint nur sehr wenige, sehr einfache Funktionen. Trotzdem dürfte das Programm bis heute zu den populärsten Grafikprogrammen zählen: Weil es ohne Aufpreis auf allen Windows-Rechnern vorinstalliert ist, dürfte es über die Jahre von Milliarden Menschen benutzt worden sein - sei es, um schnell mal eben eine Grafik zu erstellen, einen Screenshot zu bekritzeln oder etwa zum Umwandeln einer Fotodatei vom einen Format ins andere.

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Sollte Microsoft neue Windows-Versionen tatsächlich ohne Paint ausliefern, dürften dem Programm nur wenige Nutzer nachweinen. Zur Bildbearbeitung bekommt man im Netz viele bedeutend bessere und leistungsfähigere Programme, wie beispielsweise GIMP, kostenlos. Windows-10-Nutzer können zum Zeichnen am Computer außerdem Paint 3D benutzen, eine neuere Microsoft-Software, mit der sogar dreidimensionales Zeichnen möglich ist.

mbö
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