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Warn-Apps: Informationen und Ratschläge

Fußball-EM 2016 Frankreich führt Terrorwarn-App ein

Pünktlich zur Fußball-EM hat Frankreich eine Smartphone-App aufgesetzt, die die Sicherheit erhöhen soll. Sie warnt im Fall einer Katastrophe oder eines Anschlags. Hierzulande gibt es so etwas längst.

Die französische Katastrophenschutz-App hat einen sperrigen Namen aber immerhin ein griffiges Akronym: SAIP steht für système d'alerte et d'information des populations, zu Deutsch etwa Bevölkerungswarn- und Informationssystem. Die App für iOS und Android sollen sich möglichst viele Smartphone-Nutzer installieren, um im Falle eines Terroranschlags oder einer Naturkatastrophe schnell gewarnt zu werden. Vorgestellt wurde sie jetzt, kurz vor Beginn der Fußballeuropameisterschaft in Frankreich.

SAIP hat eine schmucke, schlichte Benutzeroberfläche. Gibt es eine Warnung, färbt sich der Bildschirm des Smartphones rot, außerdem sollen direkt Informationen und Verhaltensregeln angezeigt werden, etwa "In Folge eines Angriffs schreiten Sicherheitskräfte und Notdienste ein" oder "gehen Sie in Deckung".

Auch wenn kein aktueller Alarm vorliegt, kann man sich in der App äußert knapp über die empfohlenen Verhaltensweisen etwa im Falle eines Dammbruchs, eines Nuklearunfalls oder eben eines Terroranschlages informieren.

In Deutschland gibt es vergleichbare Warn-Apps schon seit einiger Zeit. Vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stammt eine App namens Nina (Notfall-Informations- und Nachrichten-App), die sehr ähnliche Funktionen wie das französische Pendant aufweist, allerdings über eine weit weniger polierte Benutzeroberfläche verfügt. Dafür ist Nina ein Fundus an Notfall-Informationen. Man kann sich, sollte man für alle Fälle präpariert sein wollen, dort etwa eine Liste mit empfohlenen Lebensmitteln für einen "persönlichen Notvorrat" ansehen, oder Listen mit Dokumenten, die man im Katastrophenfall unbedingt sichern sollte.

Beliebt ist hierzulande außerdem die App Katwarn , die vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme stammt. Darin kann man, wie auch in der französischen SAIP-App, neben dem aktuellen Standort auch weitere Orte eingeben, sei es die eigene Heimadresse oder die Wohnorte von Verwandten. Tritt dort eine Katastrophe oder etwa eine Extremwetterlage auf, wird man per Mitteilung auf dem Sperrbildschirm des Handys gewarnt.

cis
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