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04. April 2017, 18:05 Uhr

Spotify-Deal mit Universal Music

Wer neue Alben sofort hören will, muss zahlen

Spotify gibt dem jahrelangen Druck der Musikbranche nach: Der Streaming-Dienst lässt ab sofort zu, dass bestimmte neue Alben zunächst nur in seiner kostenpflichtigen Premiumversion auftauchen.

Der Musikstreaming-Dienst Spotify und Universal Music haben einen Deal bekannt gegeben, der auch viele andere Musikkonzerne interessieren wird. Die langfristige, aber ab sofort gültige Vereinbarung sieht vor, dass Universal-Künstler neue Alben für zwei Wochen zunächst nur Abo-Kunden zugänglich machen können, wie Spotify mitteilte. In der kostenlosen Version sollen in dieser Zeit zumindest die Single-Auskopplungen zu hören sein.

Spotify hatte sich lange gegen Forderungen der Industrie gesträubt, die Premium- und Gratisvarianten seines Dienstes unterschiedlich zu bestücken. Die Plattenfirmen haben das Ziel, Hörer dazu zu bewegen, die kostenpflichtigen Versionen von Streaming-Diensten zu benutzen.

Streaming-Anbieter wie Spotify oder Deezer dagegen betonen, Gratisversionen seien ein wichtiges Instrument, um Nutzer zu binden, die später auch für Abo-Modelle gewonnen werden könnten. Einige Dienste wie Apple Music oder Napster verzichten auf eine dauerhaft kostenlose Variante ihrer Angebote.

Die langfristige Vereinbarung, die Universal Music außerdem Zugang zu mehr Spotify-Daten als bisher beschert, ist ein Meilenstein für Spotify, der auch den Weg für einen Börsengang des Musikdienstes ebnen könnte. Laut Medienberichten arbeiteten die Partner bisher auf Basis monatlich verlängerter Deals. Spotify ist weltweit die Nummer eins beim Musik-Streaming mit 50 Millionen zahlenden Abo-Kunden und mehr als 100 Millionen Nutzern insgesamt.

mbö/dpa

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