Bezahlabo für Twitter Noch ein letzter Blick auf den Tweet? Macht 2,40 Euro!

Schon seit Langem wird über eine Bezahlvariante von Twitter spekuliert. Jetzt liefert der Dienst Fakten und stellt sein Abo Twitter Blue vor. Zunächst ist es aber nur in zwei Ländern buchbar.
Vorschaufunktion in Twitter Blue: Zeit für einen zweiten Blick

Vorschaufunktion in Twitter Blue: Zeit für einen zweiten Blick

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Twitter will seine Vielnutzerinnen und Vielnutzer zur Kasse bitten: An diesem Donnerstag startet das Unternehmen in Kanada und Australien ein neues Abo, mit dem sich für umgerechnet 2,40 Euro beziehungsweise 2,80 Euro im Monat mehrere Komfortfunktionen freischalten lassen.

Das Zusatzangebot nennt sich Twitter Blue und erlaubt es Abonnentinnen und Abonnenten unter anderem, über die Funktion »Lesezeichen« markierte Tweets in einzelne Unterordner zu sortieren. Ebenso gibt es einen neuen Lesemodus, für den lange Threads in besser lesbare lange Texte umgewandelt werden.

Zum Start angepriesen wird auch eine Funktion namens »Undo Tweet«. Dahinter verbirgt sich aber nicht etwa eine allumfassende Editierfunktion, wie sie sich viele Nutzerinnen und Nutzer seit Jahren wünschen. Vorstellen kann man sich darunter vielmehr eine Art künstliche Wartepause, die beginnt, sobald man auf den Button zum Absenden seines Tweets geklickt oder getippt hat.

Maximal 30 Sekunden für einen zweiten Blick

»Undo Tweet ist die Lösung für Tippfehler und vergessene Taggings«, schwärmt Twitter selbst. Über die Funktion lasse sich ein »anpassbarer Timer von bis zu 30 Sekunden einstellen, um auf Undo zu klicken, bevor der Tweet, die Antwort oder der Thread, der gesendet wurde, in der eigenen Timeline erscheint«. Man könnte es auch anders formulieren: Eine Vorschaufunktion mit Zeitdruck, die sich Twitter extra bezahlen lässt.

Als weitere Zusatzfunktionen stellt Twitter seinen Blue-Abonnentinnen und -Abonnenten anpassbare App-Symbole und verschiedene Farbdesigns für die Smartphone-Apps des Dienstes zur Verfügung. Ebenso wirbt die Plattform mit dem »Zugang zu einem speziellen Abonnement-Kundensupport«.

Twitter Blue wirkt so letztlich wie ein vorsichtiges Experiment – und als solches will Twitter seine neue Bezahlvariante wohl auch verstanden wissen. »Im Rahmen der ersten Phase des Rollouts sollen Erkenntnisse gesammelt werden, wie das Twitter-Erlebnis noch individueller, ausdrucksstärker und insgesamt besser gemacht werden kann«, betont der Dienst in seiner Ankündigung zu Blue, in der er auch noch einmal klarstellt: »Die allgemeine Nutzung von Twitter wird selbstverständlich weiterhin kostenlos bleiben.«

mbö
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