Zweite Corona-Welle Was bringt die Warn-App?

Welchen Beitrag leistet die App zur Pandemiebekämpfung aktuell, woran hapert es - und was könnte sie im Idealfall leisten?
"Alles große Experimente": Corona-Warn-App

"Alles große Experimente": Corona-Warn-App

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Michael Weber IMAGEPOWER / imago images/Michael Weber

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Als "zahnlosen Tiger" bezeichnete Markus Söder (CSU) die Warn-App, während auch in Bayern die Infektionszahlen in die Höhe schnellten. Der Philosoph Julian Nida-Rümelin wiederum kritisierte bei "Anne Will", dass Datenschutzvorgaben die App behinderten. Auch angesichts der hohen Entwicklungs- und Betriebskosten von mehr als 60 Millionen Euro, die das Gesundheitsministerium an die Unternehmen SAP und Deutsche Telekom zahlt, wird die Kritik an der App immer lauter.  

Durch die hohen Infektionszahlen und die drohende Überlastung von Gesundheitsämtern wäre eine wirksame Warn-App wichtiger denn je. Woran hapert es, welchen Beitrag leistet die App zur Pandemiebekämpfung aktuell - und was könnte sie im Idealfall leisten?

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Rolle der Warn-App in der zweiten Welle:

Was sind die größten Probleme der App? 

Ein zentrales Problem der deutschen Warn-App ist die vergleichsweise niedrige Warnquote. Demnach hinterlegen nur sechs von zehn Infizierten App-Nutzerinnen und -Nutzer ihre Infektion in der App. Doch nur dann kann die Warn-App die Kontakte der Infizierten aus den vorherigen Tagen auch warnen und die App überhaupt funktionieren. "Wenn man seine Gesichtsmaske in der Tasche hat, würde man ja auch nicht erwarten, dass sie Infektionen verhindert", sagt die Oxford-Forscherin Lucie Abeler-Dörner zum Problem der niedrigen Warnquote. Die Wissenschaftlerin untersucht, inwiefern Tracing-Apps das Coronavirus eindämmen können.

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