Schluss mit werbefrei Ab 2020 soll es bei WhatsApp Werbung geben

Facebook will mit WhatsApp Geld verdienen, deshalb bekommt die Chat-App Anzeigen - und zwar ab kommendem Jahr. Sie sollen zunächst nur in einem Bereich des Messengers auftauchen.

imago images / ZUMA Press

Ab 2020 müssen Nutzer von WhatsApp damit rechnen, in dem kostenlos nutzbaren Messenger auf Werbeanzeigen zu stoßen. Das geht aus einer Ankündigung des Dienstes auf dem "Facebook Marketing Summit" im niederländischen Rotterdam hervor.

Dass WhatsApp Werbung bekommt, wurde bereits vergangenes Jahr bekannt gemacht. Bislang war mit einem Start der Anzeigen im Jahr 2019 gerechnet worden.

WhatsApp bleibt offenbar bei seinem Plan, dass die Anzeigen zunächst nur im "Status"-Bereich des Messengers auftauchen sollen, nicht in Unterhaltungen. In Rotterdam wurde eine Beispielwerbung im Hochformat gezeigt, die den kompletten Smartphone-Bildschirm ausfüllte.

Mit seinem "Status"-Format hatte WhatsApp einst auf den Erfolg von Snapchat reagiert: Nutzer können als "Status" Texte, Fotos, Videos und animierte GIFs teilen, die nach 24 Stunden wieder verschwinden. Auch die Foto- und Video-App Instagram hat mit ihren Stories eine ähnliche Funktion.

Die WhatsApp-Gründer Jan Koum und Brian Acton hatten sich in der Vergangenheit immer wieder gegen einen Finanzierung ihres Dienstes durch Werbung ausgesprochen. Beide haben Facebook, zu dem WhatsApp wie auch Instagram gehört, allerdings mittlerweile verlassen. Facebook hatte 2014 umgerechnet 19 Milliarden Dollar für die Übernahme von WhatsApp gezahlt.

mbö



insgesamt 7 Beiträge
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CW-Wert 22.05.2019
1. WhatsApp ohne Werbung gibt es bereits - nennt sich Threema
Über 6 Millionen schlaue Bundesbürger nutzen ihn schon und jeden Tag kommen tausende neue User dazu. Für einmalig 3 EUR bekommt man dauerhaft echten Datenschutz und wirkliche Privatsphäre. Allen die super Sprachqualität beim Telefonieren (ohne Vorratsdatenspeicherung) lohnt schon den Kauf. Und es hat auch seinen guten Grund, warum man in Deutschland fast jeden Journalisten per Threema erreichen kann, denn er bietet als einziger 100% Anonymität, da man nichts hinterlegen muss - meine Mobilfunknummer, Email, ect.
neutron76 22.05.2019
2. War klar, dass Facebook damit irgendwann Geld verdienen möchte
Kostenlose Messenger sind toll, aber ich frage mich schon was hinter dem Geschäftsmodell steht. Warum soll jemand ohne Profitinteresse Signal und Telegram betreiben? Ich wäre gerne bereit für WhatsApp einen fairen Preis zu bezahlen ... Anfangs war der Messenger auch als Abo gedacht.
cmll 22.05.2019
3. Das gleicht ja einem Aufruf
Ein weiterer Grund, nach unzähligen, Whatsapp zu meiden bzw. zu löschen. Allen Freunden, die man weiterhin erreichen will, kann man ja schreiben, dass man jetzt umsteigt. Zur Not gibt es Telefon und SMS. Also mein Aufruf an alle: Installiert mindestens eine (kostenfreie) Alternative, selbst, wenn ihr weiter WA nutzen wollt, gibt das anderen die Möglichkeit, umzusteigen. Signal statt whatsapp und nicht zusätzlich ist natürlich besser... und @neutron76 Google (oder startpage) mal die Signal Foundation. Da ist im Gegensatz zu Facebook ein gewaltiger Unterschied. Und ja, Telegram ist etwas dubios, aber immernoch besser als ein amerikanischer Überwachungskonzern. BTW. Tor gibt es jetzt auch fürs Smartphone
Interzoni 22.05.2019
4. Dann wird es Zeit
zu wechseln. Habe schon lange Signal und Telegram parallel laufen und das machen offenbar immer mehr Nutzer. Oder Threema, alles nur nicht die Zuckerberg-Krake.
cdn 22.05.2019
5. kann mich nur anschliessen
konnte WhatsApp noch auf dem Tablet installieren ganz ohne Telefonbuch, nutze es aber auch so nur ungern. Telegram läuft schon länger und ab und an mal kommt einer meiner Kontakte rüber. Vorteil: Desktop App auf allen meinen Systemen (Android, Win, Linux) Threema muss ich mir mal ansehen..
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