WhatsApp So sichern Sie Ihre Chats mit Google Drive

Praktisch beim Handywechsel: Wer WhatsApp unter Android nutzt, kann seine Chatverläufe, Sprachnachrichten und Fotos bei Google Drive sichern. Das Magazin "t3n" erklärt, wie die Back-up-Funktion funktioniert.

Von Andreas Floemer


Die Back-up-Funktion für WhatsApp per Google Drive ist schon des Öfteren in der einen oder anderen Vorab-Version des Messengers gesichtet worden. Bis jetzt war das neue Feature jedoch nur ein Testlauf - das ändert sich aber in den nächsten Wochen.

Besitzer von Android-Smartphones, die das Feature schon jetzt ausprobieren möchten, können sich eine entsprechende APK-Datei (Version 2.12.306, Stand 9. Oktober 2015) direkt von WhatsApp.com besorgen. Die Back-up-Funktion ist dann schon integriert.

Die Datei muss per sogenanntem Sideload installiert werden. Wer lieber auf die offizielle Veröffentlichung der Version im Play Store warten will, kann bei uns schon einen Blick auf die Möglichkeiten werfen, die die Funktion bereithält.

So funktioniert die Back-up-Funktion

Die neue WhatsApp-Back-up-Funktion war längst überfällig
Google

Die neue WhatsApp-Back-up-Funktion war längst überfällig

Um die neue Back-up-Funktion zu aktivieren, öffnet man die Einstellungen und wählt den Button "Chats und Anrufe". Hier versteckt sich die Einstellung "Chat-Back-up", in der sich zum einen das reguläre lokale Back-up durchführen lässt, mit dem man seine Daten auf dem internen Speicher des Smartphones sichern kann. Zum anderen gibt es aber auch direkt darunter die entsprechenden Einstellungen für die Google-Drive-Sicherung.

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Hier kann man beispielsweise die Häufigkeit der Cloud-Sicherung einstellen. Als Optionen stehen zur Auswahl: "Niemals", "Nur, wenn ich 'Sichern' tippe", "Täglich", "Wöchentlich" und "Monatlich". Jeder Nutzer kann nach eigenem Gusto aussuchen, in welchem Intervall das Back-up erstellt werden soll - sofern es überhaupt gewünscht ist.

Ein Google-Konto wird gebraucht

Vor der ersten Sicherung in der Cloud muss ein Google-Konto ausgewählt werden, auf dem das Back-up abgelegt werden soll. Wer sein Datenvolumen schonen will, hat natürlich die Möglichkeit auszuwählen, dass die Sicherung nur dann stattfindet, wenn man sich in einem WLAN-Netz befindet.

Wer auch empfangene Videos in der Google-Cloud speichern will, muss außerdem das Häkchen bei "Inklusive Videos" setzen. Diese Funktion haben WhatsApp und Google vermutlich separat gesetzt, da Videodateien mehr Speicher verbrauchen als Fotos. Der Google-Drive-Cloud-Speicher besitzt schließlich eine begrenzte Kapazität - standardmäßig stehen Nutzern nur 15 Gigabyte kostenlos zur Verfügung, die auch für die gespeicherten Fotos in Google Fotos und Dokumente beansprucht werden.

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Ist das Back-up angelegt, muss man sich keine Sorgen mehr um einen Datenverlust bei WhatsApp machen. Und selbst wenn man sich ein neues Smartphone zulegt, kann man per Restore-Funktion alle Gespräche, Fotos und Videos wiederherstellen.


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insgesamt 25 Beiträge
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Seite 1
caracho! 18.10.2015
1. Gebt her eure Daten.....
Genau, super, das ist mal eine wertvolle Anleitung. Weil´s nicht reicht, absolut keine Kontrolle zu haben, wer bei WhatsApp meine Konversationen wie lange zu lesen kriegt, sichere ich die in der Cloud des nächsten US Datenverkäufers....dann hat die NSA ein Backup, wenn sie die bei WhatsApp verlieren.
Cobinja 18.10.2015
2. Geht seit langem auch ohne Googlekonto
Voreinstellung ist auch bei älteren Versionen der App, dass jede Nacht ein Backup auf den internen Speicher des Telefons gemacht wird. Zusammen mit einer Cloudlösung der eigenen Wahl braucht man nicht unbedingt Google Drive.
c.d Kiel 18.10.2015
3. Daten
Wer mit seinen Daten so umgeht, den ist nicht mehr zu helfen. Ich habe whatsapp sofort gelöscht als ich erfahren habe dass es von der Datenkrake gekauft wird. Ich lebe noch, ja. Und dieses Argument was sollen die denn mit meinen Daten lasse ich auch nicht gelten. Warum werden sie dann gespeichert, und das vor allem für unbegrenzte Zeit.
Innoruuk 18.10.2015
4. Telegram
Die WhatsApp Alternative "Telegram" synchronisiert sich automatisch über den Server. Weiterer Vorteil: Man kann Telegram auf verschiedenen Geräten benutzen. Man schreibt einen Satz auf dem Handy, setzt sich an den PC und schriebt dort weiter... oder anders herum. Der einzige Nachteil von Telegram ist: es gibt "nur" ca 75 Millionen Nutzer (WhatsApp ca 700 Mio). Aber die Tendenz geht steil nach oben. Für mich eindeutig das bessere WhatsApp... vor allem wird es nicht mit Facebook/NSA synchronisiert.
beob_achter 18.10.2015
5. Guter Entschluß!
Zitat von c.d KielWer mit seinen Daten so umgeht, den ist nicht mehr zu helfen. Ich habe whatsapp sofort gelöscht als ich erfahren habe dass es von der Datenkrake gekauft wird. Ich lebe noch, ja. Und dieses Argument was sollen die denn mit meinen Daten lasse ich auch nicht gelten. Warum werden sie dann gespeichert, und das vor allem für unbegrenzte Zeit.
Eigentlich hätte man vor der Einrichtung von "Was ist ab?" schon davon gehört haben können, aber es ist nie zu spät für eine Erkenntnis. Die Frage ist, ob WA wirklich vollständig gelöscht werden konnte oder ob weiter "gesaugt" werden kann. Man sollte das Gerät routen oder besser https://de.wikipedia.org/wiki/F-Droid aufspielen. Dann ist man - vielleicht - etwas sicherer. Übrigens: Leben kann man auch mit Wasser und Brot - das wünsche ich einigen "Saugern"...
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