Neue Funktion »Chatsperre« WhatsApp-Chats können jetzt mit Passwort gesichert werden

Sensible WhatsApp-Unterhaltungen können künftig in einem besonderen Ordner gesichert werden. Eine andere App des Meta-Konzerns steht unterdessen wegen einer Datenschutzpanne in der Kritik.
WhatsApp-Symbol auf einem Smartphone

WhatsApp-Symbol auf einem Smartphone

Foto: Dado Ruvic/ REUTERS

Die Betreiber des Messengerdienstes WhatsApp haben am Montagabend eine neue Funktion mit dem Namen »Chatsperre« angekündigt. Damit können einzelne Unterhaltungen zusätzlich geschützt werden, indem sie in einen separaten Ordner verschoben werden. Das teilte das Unternehmen am Montag in einem Blogbeitrag mit.

Demnach können auf diese Weise geschützte Unterhaltungen erst aufgerufen werden, wenn sie mit dem Passwort des Gerätes – also etwa mit dem PIN-Code bei einem Handy – oder mit biometrischen Daten, wie etwa dem Fingerabdruck, entsperrt werden. Die Funktion sei etwa »besonders für Personen geeignet, die ihr Telefon von Zeit zu Zeit mit anderen Familienmitgliedern teilen«, heißt es von dem Unternehmen.

Die derart gesicherten Chats tauchen nicht mehr innerhalb der regulären Unterhaltungen auf, sondern in einem Ordner, den WhatsApp in der deutschen Version »Gesperrte Chats« nennt. Dieser steht oberhalb der regulären Chats. Ausschließlich in diesem Ordner einsehbar sind dann die Inhalte der hineinsortierten Unterhaltungen sowie mit wem geschrieben wird.

Vorschau der Funktion »Gesperrte Chats« von WhatsApp

Vorschau der Funktion »Gesperrte Chats« von WhatsApp

Foto: Meta

Die Funktion ist sowohl für Unterhaltungen mit einer Person als auch für Gruppenchats verfügbar. Um sie zu aktivieren, müssen Nutzerinnen und Nutzer den jeweiligen Chat einmal antippen und dort die Option »Sperren« aktivieren.

Zeitweiliges Datenschutzproblem bei Facebook

Bei Facebook, das wie WhatsApp zu Mark Zuckerbergs Meta-Konzern gehört, kam es unterdessen kürzlich zu einer Datenschutzpanne, weil eine Funktion überraschend anders als erwartet reagierte. Mehrere Nutzerinnen und Nutzer hatten am Donnerstag berichtet, dass andere Facebook-Mitglieder eine automatisch ausgelöste Freundschaftsanfrage von ihnen bekommen hätten, nachdem sie deren Profil aufgerufen hatten.

Eigentlich ist für Facebook-User nicht einfach erkennbar, wenn jemand, mit dem sie nicht befreundet sind, ihr Profil aufgerufen hat. »Das war wohl die falsche Nacht, um sich durch mein Jahrbuch zu klicken und zu stalken«, schrieb eine Nutzerin am Donnerstag auf Twitter. »Bei Facebook gibt es eine Störung, wodurch jede Person, die ich stalke, automatisch eine Freundschaftsanfrage bekommt«, schrieb ein anderer Nutzer.

Facebook bestätigte gegenüber dem Onlinemagazin »The Daily Beast«  die Panne und bat Nutzerinnen und Nutzer um Entschuldigung. »Wir haben die Störung behoben, die dazu führte, dass einige Freundschaftsanfragen versehentlich verschickt wurden«, teilte ein Facebook-Sprecher am Freitag mit.

hpp

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