Neue Funktion, neues Geschäft WhatsApp führt Sticker ein

In anderen Messenger-Apps geht das schon lange, nun sollen auch WhatsApp-Nutzer Sticker verschicken können. Für die Facebook-Tochter ist das eine Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen.

WhatsApp

Nutzer können auf WhatsApp künftig auch Sticker verschicken. Das hat das Unternehmen in seinem Blog angekündigt. Sticker sind vom Prinzip her ähnlich wie Emojis, es sind gezeichnete und animierte kleine Bildchen. Sie sind aber, anders als Emojis, nicht vom Unicode-Konsortium festgelegt und damit nicht universell einsetzbar, sondern nur auf der jeweiligen Plattform.

In den kommenden Wochen will WhatsApp die entsprechenden Updates für die Android- und die iPhone-App verteilen. "Ob mit einer lächelnden Teetasse oder einem weinenden gebrochenen Herzen, Sticker helfen dabei, Gefühle mitzuteilen, die sich nicht immer mit Worten ausdrücken lassen", schreibt WhatsApp.

Das Prinzip der Sticker ist in anderen Messaging-Diensten wie dem Facebook Messenger und Telegram schon länger etabliert. Um die Sticker zu verwenden, müssen Nutzer laut Blogeintrag auf einen neu eingeführten Sticker-Button in der App klicken und können dann den zu versendenden Sticker auswählen.

WhatsApp

Die Sticker werden von der Facebook-Tochter selbst erstellt. Aber auch Dritte können ans Sticker-Angebot von WhatsApp mit eigenen Ideen andocken: Über eine eigene Sticker-App können die Sticker-Paletten von beliebigen Anbietern auf WhatsApp hochgeladen werden. Die Sticker von WhatsApp sind kostenlos, externe Anbieter können für ihre Sets auch Geld verlangen. Sofern sie WhatsApp an den Einnahmen beteiligen müssen, erschließt die Facebook-Tochter eine neue Einnahmequelle.

Zuvor hatte WhatsApp angekündigt, künftig im Status-Bereich - also nicht in den Chats selbst - Werbung zu zeigen. Außerdem will WhatsApp künftig Firmen ermöglichen, über die App im großen Stil direkt mit Kunden zu kommunizieren. Auch das soll letztlich Facebook helfen, die 19 Milliarden Dollar wieder hereinzuholen, die das Unternehmen 2014 für die Übernahme von WhatsApp bezahlt hat.

gru

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