Communitys, Umfragen, größere Gruppen Diese neuen Funktionen bekommt WhatsApp

Ein Messenger entwickelt sich weiter: Meta verpasst WhatsApp bald einige Überarbeitungen. Eine grundlegende Neuerung sind sogenannte Communitys. Hier erfahren Sie, was es damit auf sich hat.
Werbebild von WhatsApp: So soll der Community-Bereich aussehen

Werbebild von WhatsApp: So soll der Community-Bereich aussehen

Foto: WhatsApp

Anfangs galt WhatsApp in Deutschland vor allem als Möglichkeit, sich die Kosten für SMS zu sparen. Über die Jahre jedoch hat sich der Messenger nicht nur als Tool für Chats zwischen zwei Personen etabliert, sondern auch als Plattform für Gruppenunterhaltungen. Es gibt WhatsApp-Gruppen, über die Familienangehörige und Freunde Treffen verabreden oder Bilder tauschen, genauso aber auch Gruppen, über die sich Schülerinnen und Schüler oder Mitglieder von Sportvereinen gegenseitig auf dem Laufenden halten.

WhatsApp wartet bald mit einigen Neuerungen auf, von denen vor allem in solchen Gruppen aktive Menschen profitieren. Der Messenger bekommt demnach eine Umfragefunktion, die es leichter machen soll, Stimmungsbilder einzufangen. Außerdem bietet die App künftig die Option, Videoanrufe mit nun bis zu 32 Personen durchzuführen sowie Gruppen mit bis zu 1024 Mitgliedern anzulegen.

Auf dem rechten Screen sieht man, wie eine Umfrage aussieht

Auf dem rechten Screen sieht man, wie eine Umfrage aussieht

Foto: WhatsApp

Eine grundlegende Neuerung aber ist eine Funktion namens Communitys , die weltweit und damit auch in Deutschland ausgerollt wird. Sie erlaubt es, mehrere Gruppen in einer Art Oberkategorie zusammenzuführen, einer sogenannten Community.

Das hat es mit den Communitys auf sich

Auf Promobildern von WhatsApp ist etwa eine Community mit dem Namen »Das Restaurant-Team von Alex« zu sehen, die zehn Untergruppen wie »Küchenteam-Chat« oder »Publikumsbereich« enthält. Die Idee dahinter: Möchte jemand etwas loswerden, das zum Beispiel nur für das Küchenteam relevant ist, kann er oder sie gezielt in diese Gruppe posten – in den anderen neun Gruppen bekommt man davon nichts mit. Zugleich können Community-Admins aber auch Mitteilungen versenden, die alle Mitglieder der Community-Gruppen erreichen.

Eine Community kann jeweils mehrere Gruppen bündeln

Eine Community kann jeweils mehrere Gruppen bündeln

Foto: WhatsApp

Diesen Ansatz kann man auch so sehen: Nahm ein bestimmtes Randthema in einer WhatsApp-Gruppe zu viel Platz ein, lag es bisher nahe, diese Diskussion in eine zweite, völlig unabhängige Gruppe auszulagern. Fortan könnte man die Hauptgruppe unter das Banner einer Community setzen und dort eine weitere, zwar separate, aber ebenso zur Community gehörende Zusatzgruppe erstellen.

Ansteuern lassen wird sich der Communitys-Bereich aus dem WhatsApp-Hauptmenü. Neben dem Menüreiter »Chats« soll dort oben links ein Icon mit drei stilisierten Menschen auftauchen. Angekündigt hatte WhatsApp die Funktion schon im April , erste Tests liefen bereits.

Wann genau die Funktion auf Smartphones in Deutschland zur Verfügung stehen wird, ist im Detail unklar. In einem Blogpost von WhatsApp heißt es, die Funktion werde in den »in den nächsten Monaten jedem zur Verfügung stehen«. Meta-Chef Mark Zuckerberg lässt sich derweil mit den Worten zitieren, das Feature werde »heute« gelauncht.

mbö

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