Messenger So lässt sich WhatsApp auf fünf Geräten gleichzeitig nutzen

Parallel zum Smartphone konnte man WhatsApp schon länger auch im Browser bedienen – mit Onlinezwang. Den gibt es mittlerweile nicht mehr. Auch das Koppeln der App mit mehreren Geräten ist nun möglich.
Funktion WhatsApp Web: Jetzt mit mehr Geräten nutzbar

Funktion WhatsApp Web: Jetzt mit mehr Geräten nutzbar

Foto: WhatsApp

WhatsApp rollt seit einigen Wochen eine sogenannte Multi-Geräte-Beta aus. Gemeint ist damit die Option, WhatsApp auf dem Smartphone und gleichzeitig auf bis zu vier weiteren Geräten nutzen zu können. Bislang ist die Multi-Geräte-Beta nur für Nutzerinnen und Nutzer verfügbar, deren Hauptgerät für WhatsApp ein Android- oder iOS-Gerät ist. Auf jenem Gerät muss zudem die neueste Version der App installiert sein, sonst ist das Feature nicht aufzufinden.

Die Möglichkeit, WhatsApp auf einem zusätzlichen Gerät wie einem Windows-Computer zu nutzen, gab es schon länger. Das Programm WhatsApp Desktop lässt sich auf Windows-Rechnern  installieren, ein Angebot namens WhatsApp Web ermöglicht alternativ eine Nutzung des Messengers per Internetbrowser . Gleichzeitig ließ sich allerdings maximal ein Gerät mit der Smartphone-App verbinden. Außerdem musste WhatsApp über das Hauptgerät dauerhaft mit dem Internet verbunden sein.

Diese Einschränkungen entfallen, wenn man die Multi-Geräte-Beta nutzt. Die zusätzlichen WhatsApp-Zugänge müssen zwar wie bisher per QR-Code über die Smartphone-App aktiviert werden (über die Menüpunkte Verknüpfte Geräte/Gerät hinzufügen). Danach lässt sich WhatsApp auf den Zusatzgeräten aber auch dann weiter nutzen, wenn das Hauptgerät mal offline ist. WhatsApp zufolge wird die Verknüpfung erst getrennt, wenn das Hauptgerät 14 Tage lang nicht mehr genutzt wurde.

WhatsApp Web mit zwei verbundenen Geräten: Das angebliche Mac-OS-Gerät ist in Wahrheit ein iPhone

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Foto: WhatsApp

Noch läuft nicht alles rund

Wer die Multi-Geräte-Beta testen will, muss sich im Regelfall aktiv übers Tippen auf einen Button im Menü »Verknüpfte Geräte« dafür entscheiden, wie WhatsApp hier auf einer Hilfeseite erklärt . (Ein Bericht von MobiFlip.de legt derweil nahe , dass in manchen WhatsApp-Accounts schon jetzt keine Hinweise mehr auf den Beta-Status zu finden sind.)

WhatsApp, eine Tochterfirma von Facebook (neuerdings Meta), betont auf seiner Website, dass es sich um einen Betatest handelt – also nicht um die finale Version der Funktion. Das Unternehmen warnt daher, die »Leistung und Qualität« von WhatsApp könne durch die Nutzung der Multi-Geräte-Beta beeinträchtigt werden. Auch »andere kleinere Probleme« seien möglich.

Ist das Hauptgerät ein iPhone, lassen sich zum Beispiel keine Chats auf gekoppelten Geräten löschen. Ebenso ist es laut WhatsApp für Nutzerinnen und Nutzer der Beta nicht möglich, Nachrichten an andere zu senden, die eine »sehr alte« Version des Messengers installiert haben. Auch Tablets unterstützt die Multi-Geräte-Beta nicht.

Man kann sich auch wieder aus der Beta ausklinken

Wir haben die Funktion auf eigenen Testgeräten ausprobiert. Dabei war es unter anderem möglich, die neueste Version der WhatsApp-App, die im Test auf einem Android-Gerät lief, mithilfe von WhatsApp Web gleichzeitig mit einem Windows-Computer und einem iPhone zu verbinden.

Das iPhone, auf dem WhatsApp Web in Chrome genutzt wurde, wird dabei in WhatsApps Geräteliste zwar fälschlicherweise als macOS-Gerät klassifiziert. Das Verschicken und Empfangen von Nachrichten ist aber wie versprochen von allen Geräten aus möglich, selbst wenn das Android-Smartphone ausgeschaltet ist. Auch die Synchronisation der Inhalte klappte wie versprochen.

Entscheidet man sich, die Betaversion selbst auszuprobieren, kann man das auch revidieren: Über dasselbe Menü, über das sich die Beta starten lässt, lässt sie sich jederzeit wieder beenden.

Alle Kommunikationsinhalte sind WhatsApp zufolge auch auf den zusätzlichen Geräten wie gewohnt geschützt: Chats, Medien und Anrufe seien weiter Ende-zu-Ende-verschlüsselt, verspricht das Unternehmen.

mbö
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