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Medienbericht Twitter droht Meta angeblich mit Klage wegen Konkurrenz-App Threads

Nur wenige Stunden nach dem Start meldete Threads bereits zehn Millionen User. Das Onlinemedium Semafor hat nun einen Brief veröffentlicht, den ein Twitter-Anwalt an Meta-Chef Marc Zuckerberg geschrieben haben soll.
Meta will Threads als Twitter-Alternative etablieren

Meta will Threads als Twitter-Alternative etablieren

Foto: ETIENNE LAURENT / EPA

Elon Musk und Marc Zuckerberg werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Twitter droht dem Facebook-Konzern Meta laut einem Medienbericht mit einer Klage wegen der gerade gestarteten Konkurrenz-App Threads. Ein Twitter-Anwalt habe Meta in einem Brief vorgeworfen, für Threads vertrauliche Informationen und internes Wissen des Kurznachrichtendienstes verwendet zu haben, schrieb die Website Semafor und veröffentlichte eine Kopie des Schreibens.

Unter anderem behauptete Twitter-Anwalt Alex Spiro darin, Meta habe Dutzende Ex-Beschäftigte des Kurznachrichtendienstes eingestellt, die über vertrauliche interne Informationen verfügten.

Twitter-Besitzer Elon Musk hatte seit der Übernahme im vergangenen Oktober tausende Mitarbeiter entlassen. Viele von ihnen fanden neue Jobs bei anderen Tech-Konzernen.

Bei Meta seien die Anschuldigungen zurückgewiesen worden, schrieb Semafor. So arbeiteten in dem Entwicklerteam von Threads keine ehemaligen Twitter-Beschäftigte, hieß es.

Meta hatte seine Twitter-Konkurrenz-App in der Nacht zum Donnerstag veröffentlicht. Threads gilt als starker Rivale für Twitter, weil die App auf eine Basis von mehr als einer Milliarde Nutzer-Accounts von Metas Foto- und Video-App Instagram zurückgreifen kann. Schon in den ersten sieben Stunden kam Threads auf zehn Millionen Nutzer, wie Meta-Chef Mark Zuckerberg verkündete. Eine Analyse zum Threads-Start finden Sie hier.

svs/dpa