Angaben der italienischen Polizei Hackerangriffe auf Eurovision Song Contest vereitelt

Mit einer Flut von Anfragen versuchten sie, die Systeme lahmzulegen: Nach Angaben der Behörden wurden mutmaßlich aus Russland stammende Cyberattacken abgewehrt.
Ein Zuschauer schaut auf seinem Handy das ESC-Finale mit den Gewinnern, dem Kalush Orchestra

Ein Zuschauer schaut auf seinem Handy das ESC-Finale mit den Gewinnern, dem Kalush Orchestra

Foto: STEPAN FRANKO / EPA

Noch nie war der Eurovision Song Contest so politisch aufgeladen wie in diesem Jahr. Das zeigt sich nicht nur am Sieg der Ukraine, sondern auch an einem vereitelten Hackerangriff: Die italienische Polizei hat nach eigenen Angaben Angriffe auf das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in Turin verhindert. Die Hacker hätten versucht, in der Eröffnungsnacht am Dienstag und während des Finales von Samstag auf Sonntag in die Systeme einzudringen, teilte die Polizei in Turin mit.

Experten für Internetkriminalität hätten die Angriffe auf die russische Hackergruppe Killnet zurückgeführt. Schon zuvor gab es Gerüchte, russische Cyberkriminelle wollten den politisch aufgeladenen Grand Prix mit Angriffen stören. Die Polizei registrierte zudem sogenannte Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) während der Abstimmung. Dabei versuchen Hacker, mit einer Flut von Anfragen ein System lahmzulegen.

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Russland war wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine von der diesjährigen 66. Ausgabe des ESC ausgeschlossen worden. In der Nacht zum Sonntag sicherte sich die Ukraine mit dem Kalush Orchestra (»Stefania«) einen deutlichen Sieg von Großbritannien (Sam Ryder mit »Space Man«) und Spanien (Chanel mit »SloMo«). Deutschland mit Malik Harris (»Rockstars«) landete auf Platz 25 und wurde Letzter.

kha/dpa