»Streaming Wars« Amazon kündigt Deutschland-Start von kostenlosem Streamingdienst an

Prime wird nicht das einzige Streamingportal von Amazon bleiben: Noch in diesem Jahr soll ein neues Angebot nach Deutschland kommen, das mit Werbung finanziert wird.
Amazon-Eigenproduktion »LOL« bei Prime (mit Palina Rojinski, Hazel Brugger, Michelle Hunziker, Christoph Maria Herbst, Abdelkarim, Axel Stein, Olaf Schubert, Anke Engelke, Carolin Kebekus und Mirco Nontschew)

Amazon-Eigenproduktion »LOL« bei Prime (mit Palina Rojinski, Hazel Brugger, Michelle Hunziker, Christoph Maria Herbst, Abdelkarim, Axel Stein, Olaf Schubert, Anke Engelke, Carolin Kebekus und Mirco Nontschew)

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Frank Zauritz / dpa

Der US-Riese Amazon will noch in diesem Jahr einen kostenlosen Dienst für Videostreaming in Deutschland starten. Bislang gibt es bereits das kostenpflichtige Streamingangebot Prime Video in Deutschland. In den USA und Großbritannien außerdem den kostenlosen Service IMDb TV. »Im Laufe dieses Jahres« soll davon ein Deutschland-Ableger starten, wie Amazon nun mitteilt.

Außerdem soll am 27. April IMDb TV in Amazon Freevee umbenannt werden. Der Deutschlandstart erfolgt dann unter dem neuen Namen. Die Fachzeitschrift »W&V« hatte zuvor darüber berichtet. Die Marke IMDb ist außerdem bekannt als eine Filmplattform im Internet, in der die Produktionsdaten zahlreicher Filmproduktionen zu finden sind.

Neuer Zug im Verdrängungswettbewerb

Amazon Freevee wird sich über Werbeeinnahmen finanzieren. Der Leiter, Ashraf Alkarmi, sagte, Kunden würden zunehmend werbegestützte Inhalte streamen, »und wir haben Amazon Freevee entwickelt, um ihnen begehrte Inhalte mit begrenzter Werbung zu liefern.« Das Angebot von Eigenproduktionen, die bei der Konkurrenz nicht zu finden sind, soll im Laufe des Jahres bei Freevee deutlich ausgebaut werden.

In Deutschland konkurrieren zahlreiche nationale und internationale Anbieter um Streamingkunden. Zuweilen ist die Rede von den »Streaming Wars«, weil sich internationale Größen wie Netflix, Disney, Apple und Amazon hier einen Verdrängungswettbewerb liefern. Zudem haben auch Sendergruppen wie RTL Deutschland und ProSiebenSat.1 eigene Streamingplattformen, ebenso die öffentlich-rechtlichen Sender von ARD und ZDF.

Bislang ist Amazon auf diesem Geschäftsfeld nur mit dem Dienst Prime aktiv. Der verbindet das Streaming-Abo mit besseren Lieferoptionen beim hauseigenen Versand und einer stark beschnittenen Variante des Audiostreaming-Angebots. Konkurrenten wie Netflix oder Disney+ bieten bislang keinen kostenlosen Zugang zu ihrem Angebot an.

mamk/dpa
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