50 Jahre Computermaus Immer noch die Nummer eins

Ein Muss für Gamer und im Büro: Vor 50 Jahren wurde die Computermaus vorgestellt, noch heute ist sie das wichtigste Eingabegerät für Computernutzer. Glücklicherweise hat sich aber einiges geändert.

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Die Vorführung dauert nur wenige Sekunden. Viel mehr als ein Cursor, der bei schnellen Bewegungen deutliche Schlieren auf dem Bildschirm zieht, ist nicht zu sehen. Wenn man sich die alten Aufnahmen der Präsentation von Douglas Engelbart ansieht, kann man kaum glauben, dass in diesem Moment eine der größten Revolutionen der Computergeschichte angestoßen wurde.

Das war vor 50 Jahren, am 9. Dezember 1968. Auf einer Konferenz in San Francisco präsentierten der Wissenschaftler Engelbart und sein Team von der Stanford Universität die erste Computermaus. Etwa fünf Jahre lang hatten die Forscher an dem Gerät gefeilt. Als die Maus präsentiert wurde, waren rund tausend Experten im Saal. Sie wurden Zeugen, wie eine neue Ära eingeläutet wurde.

Glücklicherweise ist die Kugel raus

Auch wenn der vor fünf Jahren verstorbene Engelbart nie über Lizenzgebühren Geld für seine Erfindung verdient hat, wurde seine Erfindung zum essenziellen Steuergerät für alle PC und Apple-Rechner, die Jahre später den Massenmarkt erobern sollten. Sowohl Apple als auch IBM setzten bei ihren Computern neben der Tastatur auf die Maus als zentrales Steuergerät.

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Computermaus: Die zehn wichtigsten Stationen

Bis heute hat es kein Gerät geschafft, die Maus vom Thron zu stoßen. Selbst Touchscreens können ihr nichts anhaben. Noch immer dominiert die Maus die Schreibtische. Und auch Profispieler kommen an der Maus nicht vorbei. In First-Person-Shootern und Strategiespielen ist das Gerät immer noch erste Wahl und schlägt jedes Gamepad um Längen. Denn flinke Reflexe werden bei der Maus immer noch am schnellsten belohnt.

Glücklicherweise haben moderne Mäuse nichts mehr mit den Klassikern zu tun. Die Kugel ist raus und durch Laserlicht und Leuchtdioden ersetzt. Damit spart man sich die Arbeit, das Gehäuse zu öffnen und täglich die Fussel von der Gummikugel zu kratzen. Auch liegen die modernen Geräte besser in der Hand, haben ein Rädchen zum Scrollen und lassen sich bei Bedarf kabellos bedienen.

Auch in Deutschland entwickelten Forscher ein ähnliches Eingabegerät. Doch die Rollkugel von Telefunken erreichte nicht jene Bekanntheit, den Engelbart seiner Maus verschaffte.

Den Namen zumindest hatte er geprägt, offenbar ohne sich viele Gedanken darüber gemacht zu haben. "Ich weiß nicht, warum wir sie eine Maus nennen", sagte Engelbart damals bei der Präsentation. Sein Team und er hätten das Gerät am Anfang der Entwicklung so bezeichnet und den Namen einfach nicht mehr geändert.

Mitarbeit: Frank Patalong



insgesamt 42 Beiträge
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Nonvaio01 09.12.2018
1. Trackball
ich bin fan von Trackballs, vor allem auf dem Lap-Top, leider gibt es die nicht mehr. Als "Maus" habe ich eine trackball station, sieht aus wie eine Maus ist aber keine..;-)
_stefan 09.12.2018
2.
Die Maus dominiert zwar herkömmliche Schreibtische, Computernutzung findet aber längst auch woanders statt. Auf Notebook, Tablet und Smartphone, oder Spezialgeräten von Ingenieuren, Handwerkern, Schaffnern, Paketboten oder Forschern. Während die Maus beim Computertisch bleibt wie Papa damals beim Programmierkurs im Schulfernsehen, ist der Computer ausgezogen die Welt zu erobern und wohnt heute in Autos, Kameras, Kühlschränken, Armbanduhren, Lichtanlagen, Küchenmaschinen, Fernsehern, Fahrkartenautomaten, mittlerweile eigentlich fast in allem was Strom verbraucht. Die Maus war genial, weil sie den Computer von seiner Schreibmaschinenvergangenheit befreit und den beweglichen Cursor verbreitet hat, der lässt sich aber heute einfach mit dem Finger und wohl in ein paar Jahren auch im großen Stil mit Auge oder Gedankenkraft steuern. Und nun, Musik: https://www.youtube.com/watch?v=X6iy5OB8tUM
pr-watch 09.12.2018
3. fertig
der letzte Entwicklungsschritt war vor 14 Jahren. sie ist also ausentwickelt. ich habe schon Mitte der 90er Jahre die Maus gegen ein Grafiktablett getauscht und nur wieder eine in der Hand gehabt. heute mit Touch und trackpads wird es wohl auch nicht mehr dazu kommen
Ringmodulation 09.12.2018
4. Warum Geschichte erfinden
wenn Zeitzeugen noch leben, ja sogar noch relativ junge? Anders als im Artikel dargestellt behandelte IBM die Maus lange Jahre stiefmütterlich. Während die Tastatur über einen großen, runden DIN-Stecker an den PC angeschlossen wurde, war weder für den XT noch für den AT ein Mausanschluss vorgesehen. Wer trotzdem eine benutzen wollte, musste über den seriellen Anschluss gehen und Treiber installieren (die wertvollen DOS-Arbeitsspeicher auffraßen). Während Apples Lisa und Macintosh direkt für den Mausbetrieb entworfen worden waren, und mittlerweile auch Atari ST und Amiga als mausgesteuerte Homecomputer auf dem Mart waren, reagierte IBM endlich und sah 1987 mit dem PS/2-Port einen echten Mausanschluss vor. Treiber waren natürlich immer noch nötig. Ach ja, und warum das Ding so heißt, darüber kann freilich auch nur rätseln, wer ins Zeitalter der Kabellosigkeit hineingeboren wurde und sich auch nicht erinnern kann, welche Farbe die allermeisten Kugelmäuse hatten.
Ronald Dae 09.12.2018
5.
>>>Bildunterschrift: 1983 ... erleichterte das Eingabegerät die Arbeit am Computer erheblich. Das stimmt natürlich nicht. Produktiv konnte Man das Gerät nur in unterstützten Programmen, wie MSWord, mit dieser Maus in 80x40 Cursor-Blöcken die Maus über den Bildschirm bewegen, was keine Tippse gern tat, da es mit der Tastatur viel besser ging. :) Nur Apple benutze die Maus konsequent für seinen Mac, Windows musste das zu dem Zeitpunkt noch lernen.
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