Fire TV Stick Amazon kündigt TV-Stick zum Kampfpreis an

Mit dem neuen Fire TV Stick will Amazon nun auch jene zum Webfernsehen verführen, denen die nötige Hardware bisher zu teuer war. Zur Einführung lockt das Unternehmen mit einem fast unverschämt günstigen Preis - leider jedoch nicht überall.
Neu von Amazon: Internet-TV-Empfänger im Format eines USB-Sticks

Neu von Amazon: Internet-TV-Empfänger im Format eines USB-Sticks

Foto: Amazon

Amazon macht sich selbst Konkurrenz: Zusätzlich zur TV-Streaming-Box Fire TV, die seit Oktober auch in Deutschland erhältlich ist, hat der Konzern am Montag den Fire TV Stick  angekündigt. Im Grunde handelt es sich dabei um eine abgespeckte Version der Fire-TV-Box, die fast denselben Funktionsumfang wie die Box hat, aber teilweise etwas geringere Qualität liefert.

Dafür bietet der Konzern den Stick zur Einführung in den USA zu einem Kampfpreis an: Prime-Mitglieder können das Gerät an den ersten Verkaufstagen für 19 Dollar (15 Euro) bestellen. Regulär soll der TV-Stick 39 Dollar (31 Euro) kosten, ab dem 19. November will Amazon die ersten Besteller beliefern.

Die Handhabung des Fire TV Stick dürfte dem Fire TV ähneln, die Installation der eines Google Chromecast entsprechen: Stick in eine freie HDMI-Buchse am TV-Gerät einstecken, Netzteil anschließen, fertig.

Netflix und Spotify sind an Bord

In seiner Hauptfunktion als Streaming-Box für Filme und TV-Serien aus dem Internet scheint sich der Stick nicht von Amazons TV-Box zu unterschieden. Neben dem eigenen Filmangebot Amazon Instant Video sind in den USA beispielsweise auch Netflix und Hulu Plus nutzbar. Außerdem sind Musikdienste wie Spotify und iHeartRadio verfügbar.

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Darüber hinaus sollen sich, wie bei der Fire-TV-Box, bestimmte Android-Spiele spielen sowie private Fotos und Videos abspielen lassen. Auch die Möglichkeit, Inhalte von Android- oder iOS-Geräten auf den großen TV-Bildschirm zu übertragen, gibt es.

Abgespeckt

Ein wichtiger Unterschied zu Amazons TV-Box ist, dass dem Stick lediglich eine Standardfernbedienung beiliegt. Wer die sehr gute Sprachsuchfunktion nutzen will, die der Fire TV Stick genau wie die Box bietet, muss die entsprechende Fernbedienung mit integriertem Mikrofon für 30 Dollar als Zubehör bestellen.

Ohnehin ist der Stick gegenüber der Box technisch weniger leistungsfähig. Statt von einem Vierkernprozessor wird er nur von einem Zweikern-Chip angetrieben. Außerdem verfügt er über nur ein Gigabyte Arbeitsspeicher, halb so viel wie die Box. Und ihm fehlen die Ethernet-Buchse und der optische Audioanschluss.

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Vorerst ist der Verkauf des Sticks nur in den USA vorgesehen. Wann genau der Fire TV Stick auch in Deutschland in Amazons Angebot aufgenommen wird, ist unklar. Pressesprecher Michael Wilmes erklärte auf Anfrage: "An Spekulationen zu künftigen Produkten können wir uns leider nicht beteiligen." Zwischen der Vorstellung der Fire-TV-Box und deren Einführung in Deutschland lag ein halbes Jahr.

mak