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Kindle 2019: Amazons neue E-Book-Reader

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Amazon Kindle 2019 im Test Endlich Licht!

In seiner zehnten Generation bekommt Amazons günstigster Kindle einen beleuchteten Bildschirm. Unser Test klärt, ob er damit eine Alternative zu teureren E-Readern wird.

Die Tage der Nachttischlampe sind gezählt. Zumindest bei jenen, die abends im Bett gern noch ein bisschen lesen. Der Grund: Amazon baut endlich auch beim Einstiegs-Kindle eine Bildschirmbeleuchtung ein. Bis dahin war das günstigste E-Reader-Modell des US-Internetkonzerns auch das einzige, dessen Bildschirm noch auf externe Lichtquellen wie Lampe oder Sonne angewiesen war, um lesbar zu sein.

Das letzte Hardware-Update dieses Modells liegt allerdings auch schon fast drei Jahre zurück. In der Zwischenzeit hat Amazon mit dem Kindle Oasis und dem Oasis 2 ein Highend-Lesegerät mit deutlich höher auflösendem Bildschirm auf den Markt gebracht und den Paperwhite, der schon immer einen beleuchteten Bildschirm hatte, aktualisiert.

Nur sind die beiden mit Listenpreisen von 230 Euro für den Oasis und 120 Euro für den Paperwhite ganz schön teuer. Wer weniger ausgeben wollte, musste zwangsläufig zum 70 Euro teuren Kindle greifen, dem eine integrierte Beleuchtung bisher fehlte.

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Amazon bezeichnet das neue Modell deshalb auch als den Kindle "mit integriertem Frontlicht". Das Frontlicht ist wichtig, weil die E-Ink-Technik des Kindle-Bildschirms darauf basiert, Licht zu reflektieren. Anders als bei LCD-Bildschirmen, die von hinten beleuchtet werden, muss die Helligkeit hier also von vorn kommen.

Beim neuen Kindle erledigen das vier LEDs. Beim Kindle Paperwhite sind es fünf, und der Kindle Oasis hat sogar zwölf solcher LEDs. Pragmatisch betrachtet reichen die vier Lampen im neuen Kindle aber vollkommen aus, um das Display gleichmäßig auszuleuchten. Schade ist dabei nur, dass die Helligkeit nicht automatisch geregelt wird, so wie im Oasis. So muss man immer manuell nachregeln - je nachdem, ob man in einem abgedunkelten Flugzeug sitzt oder in der Dämmerung auf dem Balkon lesen will.

Ohne WLAN geht's nicht

Ähnlich pragmatisch sollte man die Auflösung des Bildschirms betrachten. Während Paperwhite und Oasis jeweils 300 Punkte pro Zoll anzeigen, bringt es der neue Kindle nur auf 167 Punkte pro Zoll. Der zahlenmäßige Unterschied ist hier allerdings weit größer als der mit den Augen sichtbare. Klar, auf einem Paperwhite wirken die Buchstaben etwas schärfer, etwas feiner ziseliert. Wirklich auffällig wird der Unterschied aber nur bei einer direkten Gegenüberstellung mit Lupe oder Makroobjektiv (siehe Fotostrecke). Im Alltag stört die geringere Auflösung kaum.

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Selbst die Frage, ob die vier Gigabyte (GB) Speicher im neuen Kindle ausreichen, wage ich mit einem klaren Ja zu beantworten. Ich habe es jedenfalls über Jahre nicht geschafft, die zwei GB meines alten Kindle der fünften Generation zu füllen - trotz vieler Bücher. Was man gerade nicht liest, wandert ohnehin in die Cloud. Da allerdings kommen die Bücher nur hin, wenn man in einem WLAN ist. Eine Version mit Mobilfunkmodul gibt es vom neuen Kindle nicht.

Fazit

Der einzige Grund, jetzt noch einen Kindle Paperwhite zu kaufen, wäre für mich eine Sonderaktion. So wie zu Ostern, als Amazon den Paperwhite für 80 statt 130 Euro im Angebot hatte. Ansonsten bietet der neue Kindle alles, was man bei einem Lesegerät für E-Books braucht: eine ausreichend hohe Auflösung, genug Speicher und einen Bildschirm, auf dem man auch im abgedunkelten Flugzeug oder im Schlafzimmer ohne zusätzliche Lampe lesen kann.

Natürlich bieten der Paperwhite und vor allem der Oasis mehr Speicher, teils größere und feinere Bildschirme und optional eine Mobilfunkanbindung. Aber dafür sind sie eben auch wesentlich teurer, mit LTE und 32 GB Speicher kostet der Paperwhite fast dreimal so viel wie der neue Kindle. Viel Geld, für das man auch viele E-Books kaufen könnte.

Hintergrund: Produkttests im Netzwelt-Ressort

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