Smarter Heimassistent Amazon bringt Alexa ins Auto, in die Küche, ins Kinderzimmer

Amazon erweitert seine Echo-Produktpalette: Neben Geräten für Entertainment sind künftig auch Steckdosen, Mikrowellen und Wanduhren im Angebot - als Nächstes soll Alexa ins Auto kommen.
Foto: Amazon

Amazon hat am Donnerstag in Seattle neue Hardware für das vernetzte Zuhause vorgestellt. Darunter waren Neuzugänge und Updates für die schlauen Echo-Lautsprecher, fernsteuerbare Steckdosen, eine Mikrowelle und Überwachungskameras. Gesteuert werden die Geräte von Amazons digitalem Assistenten Alexa.

Mit der Produktoffensive will Amazon nicht nur das Wohnzimmer-Entertainment übernehmen, sondern in alle Räume des eigenen smarten Zuhauses vordringen - bis ins Kinderzimmer. Amazon macht damit sowohl Apple und Google mit seinen schlauen Lautsprechern Konkurrenz, als auch Anbietern von Smarthome-Hardware wie Philips oder Osram.

Die Echo-Lautsprecher Dot (rund 50 Euro) und Plus (rund 150 Euro) bekommen besseren Sound und Unterstützung durch einen Subwoofer (rund 130 Euro). Der Befehl "Alexa, dreh den Bass auf" entfaltet dann volle Wirkung. Grundüberholt wird Echo Show, der Lautsprecher mit Display (rund 230 Euro), der künftig auch als Smarthome-Hub nach dem Zigbee-Standard funktioniert.

Echo-Subwoofer

Echo-Subwoofer

Foto: Amazon

Die Echo-Geräte profitieren von einer neuen Funktion: Alexa kann künftig auch Skype-Anrufe tätigen. Die Schnittstelle dafür steht allen Entwicklern offen, weitere Apps können also folgen.

Echo-Familienzuwachs

Außerdem neu: Zwei Sound-Schnittstellen namens Echo Link (rund 300 Dollar) und Echo Amp Link (rund 400 Dollar), für die es noch keine deutschen Preise und Erscheinungsdatum gibt, sowie ein kleines Mikrofon für die Eingabe von Befehlen namens Echo Input (rund 40 Euro). So kann man bestehende Lautsprecher nutzen und trotzdem mit Alexa sprechen.

Ein digitaler Videorekorder namens FireTV Recast (rund 230 Dollar) soll Sendungen aufnehmen und auf alle möglichen Echo- und FireTV-Geräte schicken. Noch vor Weihnachten in den USA im Angebot, mit zwei oder vier Tunern.

Die Geräte, verspricht Amazon, sollen sich "frustationsfrei" installieren lassen. Neue Geräte sollen sich ohne weiteres Set-up mit existierenden Geräten vernetzen. Als erstes soll das mit Echos, Smart Plugs und FireTVs funktionieren, später auch mit Geräten von Drittanbietern. Amazon ahnt, dass künftig Tausende Geräte im Haus funken.

Ebenfalls ohne großen Aufwand soll sich die fernsteuerbare Steckdose "Amazon Smart Plug" (rund 30 Euro) in das Heimnetz integrieren lassen. So lassen sich zum Beispiel herkömmliche Lampen mit Alexa steuern.

Alexas neue Mikrowelle

Alexas neue Mikrowelle

Foto: Amazon

Alexa im Auto

Andere Geräte haben Alexa schon mit eingebaut: In den USA bringt Amazon eine eigene Mikrowelle auf den Markt (rund 60 Dollar), die sich per Alexa steuern lässt. Echo Show kann dazu auf Zuruf Videos mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen anzeigen. Stellt man über Alexa einen Timer oder einen Alarm, zeigt das eine neue Wanduhr (rund 30 Dollar) an.

Alexa soll nun Anfragen besser verstehen und Geräte in mehreren Räumen steuern können. Dazu merkt sich Alexa den Kontext vorangegangener Fragen. Ein netter Gag: Flüstert man Alexa zu, antwortet die Maschine im Flüsterton. Alexa kommt künftig auch auf Lenovo-Computer und auf Fernseher und Geräte von Sony.

Die Wanduhr der digitalen Assistentin

Die Wanduhr der digitalen Assistentin

Foto: Amazon

In neuen Autos soll Alexa gleich mit eingebaut sein - und für vorhandene Autos gibt es den Echo Auto, eine kleine Schachtel, die man auf das Armaturenbrett legt. Amazons Vision: Die Echo-Box im Auto spricht mit dem Haus und schaltet das Licht an oder aus. Alexa spricht mit Google Maps, Apple Maps oder anderen Navigations-Apps, Audible-Hörbücher werden ins Auto gefunkt, Anrufe können getätigt werden.

Echo Auto ist aber noch Zukunftsmusik, dieses Jahr gibt es nur eine Testversionen in den USA - und auch die nur auf Einladung. Im kommenden Jahr soll das Produkt soweit sein (rund 25 Dollar, später rund 50 Dollar).

Auch im Kinderzimmer soll Alexa präsent sein: Geschichten erzählen, Hörbücher von Audible abspielen, Lieder singen, all das soll Alexa übernehmen. Damit die Kids nicht die ganze Nacht Musik hören, bietet Amazon den Eltern Kontrollfunktionen an.

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